Rückenschmerzen: Woher kommen sie und wie werde ich sie wieder los?
Autor: Robert Wagner
Bamberg, Dienstag, 05. November 2019
Woher kommen die Rückenschmerzen? Wer leidet besonders unter den Beschwerden? Und vor allem: Was kann man gegen "Rücken" tun? Wir haben die wichtigsten Fragen und Antworten rund um die Volkskrankheit Nummer 1 zusammengefasst.
Rücken- und Kreuzschmerzen, Hexenschuss, Bandscheibenvorfall, Lumbago, Ischias-Beschwerden, Nackenschmerzen, Probleme mit dem Lenden-, Brust- oder Halswirbel - es gibt unzählige Namen für und Symptome von Rückenschmerzen. Und ebenso zahlreich wie die Namen, sind die Ursachen von Rückenschmerzen. Höchste Zeit also, sich einen Überblick über die Volkskrankheit Nummer 1 zu verschaffen.
Wer leidet unter Rückenschmerzen?
Rückenschmerzen gehören zu den häufigsten Beschwerden in Deutschland. Nach einer Untersuchung des Robert-Koch-Institutes leiden hierzulande rund 56 Prozent der Männer und 62 Prozent der Frauen unter Rückenschmerzen.
Im Jahr 2017 gab es laut der Krankenkasse DAK allein in Bayern 4,5 Millionen Ausfalltage wegen Rückenschmerzen - fünf Prozent der Beschäftigten waren damit 2017 mindestens einmal wegen Rückenschmerzen krankgeschrieben. Es geht also um viele Millionen Betroffene.
Laut einer Erhebung der Barmer Versicherung beginnen die Probleme häufig schon im Jugendalter: In der Altersgruppe der 15- bis 25-Jährigen leiden bereits 15,9 Prozent der Frauen und 11,5 Prozent der Männer regelmäßig an Rückenschmerzen.
Im Alter nehmen Rückenleiden tendenziell zu: So mussten in der Altersgruppe der 60- bis 64-Jährigen im Jahr 2014 Männer im Schnitt mehr als neun Tage wegen Rückenleiden in der Arbeit fehlen, Frauen knapp acht Tage. Insgesamt gehen laut Barmer rund ein Viertel aller betrieblichen Fehltage auf das Konto von Rückenbeschwerden.
Welche Rückenbeschwerden gibt es?
"Ich habe Rücken." Hinter diesem Satz verbergen sich eine Vielzahl von Krankheitsbildern. Denn die "Rückenschmerzen" gibt es nicht. Rückenschmerz ist keine Diagnose - sondern ein Symptom mit vielfältigen Ursachen. Häufig treffen mehrere Faktoren zusammen, wenn Rückenschmerzen entstehen. Die Beschwerden unterscheiden sich nach Schmerzort, Ursache, Art, Schwere und Dauer.
Unterscheidung nach Beschwerdedauer: Akute, subakute und chronische Rückenschmerzen
Mediziner unterscheiden zwischen akuten, subakuten und chronischen Rückenschmerzen. Entscheidend ist dabei die Dauer der Beschwerden: Von akuten Rückenschmerzen spricht man, wenn die Schmerzen innerhalb von sechs Wochen abklingen. Die meisten Rückenleiden fallen in diese Kategorie.