Mit etwa 200.000 Vorfällen pro Jahr ist der Schlaganfall in Deutschland weit verbreitet. Dem Informationsdienst Wissenschaft (idw) zufolge ist es nach Herz- und Krebserkrankungen die dritthäufigste Todesursache und die häufigste Ursache für bleibende Behinderungen in der Bundesrepublik.

Ein Forscherteam, bestehend aus Wissenschaftler der Universität Erlangen-Nürnberg und der Universität Würzburg, hat nun neue Erkenntnisse über die Sterblichkeit und Wiederholungsrate von Schlaganfällen gewonnen. Die Ergebnisse sind schockierend.

Schlaganfälle: Hohe Sterblichkeitsrate und Wiederholungsgefahr

Die Wissenschaftler verfolgten den Krankheitsverlauf über 20 Jahre hinweg. Insgesamt wurden Daten von 3346 Patienten genutzt. Die Datenbank des Erlanger Schlaganfall-Registers diente als Grundlage der Studie. Dort werden seit dem 1. April 1994 Daten zu Epidemiologie, Krankheitsverlauf, Versorgung und Gesundheitsökonomie der Volkskrankheit Schlaganfall aufgezeichnet.

Die Ergebnisse der aktuellen Studie sind jedoch beunruhigend: Fast jeder zweite Patient stirbt innerhalb von fünf Jahren nach dem ersten Schlaganfall (Männer: 49,6 Prozent, Frauen: 41,8 Prozent). Jeder fünfte erleidet einen erneuten Schlaganfall innerhalb von fünf Jahren.

Je nach Art des Schlaganfalls variieren die Überlebenschancen: Entscheidend sind hierbei die Lage und Größe der verengten Arterie.

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Schlaganfall: Überlebenswahrscheinlichkeit trotzdem gestiegen

Trotz dieser beunruhigenden Zahlen: Die Daten geben auch einen optimistischen Ausblick in die Zukunft. Denn auch wenn die Ergebnisse auf den ersten Blick eher negativ wirken, so hat sich die Statistik, gerade was den Bereich der Sterbewahrscheinlichkeit angeht, über die letzten Jahre in eine positive Richtung entwickelt.

Die Wahrscheinlichkeit, einen Schlaganfall zu überleben, ist über die letzten zwei Jahrzehnte angestiegen. 

Doch das Risiko einen Schlaganfall zu erleiden lässt sich senken, beispielsweise durch die richtige Ernährung.

 

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