• Handystrahlung: So gefährlich ist sie
  • Die Smartphones, die am meisten und am wenigsten strahlen
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Smartphones: Wie schädlich ist die Handystrahlung wirklich?

Experten streiten über die Schädlichkeit der Handystrahlung. Unterliegt jemand, der viel mit dem Handy telefoniert, einem höheren Risiko, an Krebs zu erkranken? Kurt Straif, Vorsitzender des Monografien-Programms der Internationalen Agentur für Krebsforschung (IARC), erklärte 2011 zu den Ergebnissen einer Expertengruppe der Agentur: „Es ist im Moment nicht eindeutig belegt, dass die Nutzung von Mobiltelefonen Krebs bei Menschen auslösen kann“. Trotzdem einigten sich die Fachleute darauf, Handystrahlung als „möglicherweise krebserregend“ einzustufen.  

Aber Fakt ist: Alle Smartphones geben Strahlung ab (SAR-Wert: "Specific Absorption Rate", auf Deutsch "Spezifische Absorptionsrate"), die Strahlungsintensität schwankt jedoch von Modell zu Modell stark. Hier finden Sie die Messungen des Bundesamtes für Strahlenschutz für gängige Smartphone-Modelle in einer Tabelle zusammengefasst.

Das sind die Smartphones mit der höchsten Strahlung

Das Motorola Edge ist das Smartphone mit der höchsten Strahlung. Gemessen wurde die Strahlung beim Telefonieren mit dem Gerät am Ohr. Das Handy gibt eine Strahlung mit einer Intensität von 1,79 Watt pro Kilogramm auf den menschlichen Körper ab, wenn am Ohr. Auf Rang zwei folgt das Alcatel IDOL 5 (6058D) mit einer  Strahlung von 1,75 Watt pro Kilogramm, wenn am Körper. Im Jahr 2018 besetzte dieses Handy allerdings noch Platz 1 der strahlungsstärksten Smartphones. Auf dem dritten Platz findet sich wieder ein Modell von Alcatel, das 1SE (5030F) mit 1,62 Watt pro Kilogramm, wenn am Körper.

Modell
SAR-Wert Ohr (W/Kg)
SAR-Wert Körper (W/Kg)
Alcatel 1SE (5030F)
1,59
1,62
Alcatel 3L (2020) (5029Y)
1,53
1,5
Alcatel IDOL 5 (6058D)
1,59
1,75
Motorola Edge
1,79
1,68
Alcatel IDOL 5 (6058X)
1,59
1,59
Xiaomi - Mi Mix 3 5G (Model M1810E5GG)
1,56
1,56
 

Kein Gerät überschreitet den obersten Grenzwert

Sind diese Werte bedenklich oder gar gefährlich? Das lässt sich so pauschal nicht sagen, noch fehlen Langzeitstudien. Als strahlungsarm gelten laut Bundesamt für Strahlenschutz Geräte mit einem SAR-Wert von maximal 0,6 Watt pro Kilogramm. Das trifft immerhin auf 58 Prozent der aktuell erhältlichen Smartphones zu. Der oberste empfohlene Grenzwert der Internationalen Kommission zum Schutz vor nicht-ionisierender Strahlung liegt sogar bei 2 Watt pro Kilogramm - diesen Wert erreichen selbst die strahlungsreichsten Handys nicht. Der Grenzwert wird seit 1998 empfohlen, die Deutsche Strahlenschutzkommission und die EU-Kommission schlossen sich dem 1998 beziehungsweise 1999 an.

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"Beim Mobilfunk werden hochfrequente elektromagnetische Felder genutzt, um Sprache oder Daten zu übertragen", schreibt das Bundesamt für Strahlenschutz auf seiner Webseite. "Wenn man mit dem Handy telefoniert, wird ein Teil der Energie dieser Felder im Kopf aufgenommen. Führt man das Handy zum Beispiel in der Hosen- oder Hemdtasche bei sich und benutzt zum Telefonieren ein Headset, so wird die Energie von dem Körperteil aufgenommen, in dessen Nähe sich das Handy befindet."

Das sind die Smartphones mit der geringsten Strahlung

ModellSAR-Wert Ohr (W/Kg)
SAR-Wert Körper (W/Kg)
Samsung Galaxy Note 8
0,173
1,29
Samsung Galaxy S8
0,32
1,27
Samsung Galaxy S6
0,38
0,49
Samsung Galaxy Note 4
0,20
0,27
Samsung Galaxy Note 3
0,29
0,73
HTC One
0,41
0,22
Apple iPhone 8 Plus
0,94
0,99

Verringert der Flugmodus die Strahlenbelastung?

Kurz gesagt: Ja. Der Flugmodus verringert die Strahlungen deutlich, es bleibt jedoch eine messbare Strahlenbelastung übrig. Smartphones, die einen hohen SAR-Wert haben, also eine hohe Strahlungsintensität, haben auch im Flugmodus eine höhere messbare Strahlung. Den Flugmodus einzuschalten lohnt sich aber trotzdem, wenn man mobile Daten längere Zeit nicht braucht: Beispielsweise beim Sport, beim Schlafen, im Flugzeug oder im Krankenhaus.

Übrigens: Wenn Sie auf Nummer sicher gehen wollen, sollten Sie zu einem Handy aus Vor-Smartphone-Zeiten greifen. Diese Modelle haben meist erheblich niedrigere SAR-Werte als Smartphones.

 

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