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Ernährungsmythen: Warum Orangensaft doch nicht so gesund ist, wie man denkt

Er gehört bei vielen zum Start in den Tag einfach dazu: Orangensaft. Neue Erkenntnisse zeigen jedoch, dass er nicht so gesund ist, wie viele glauben. inFranken.de erklärt, worauf man dabei achten muss.
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Orangensaft genießt bei vielen einen guten Ruf und gilt sogar als gesund - aber stimmt das wirklich? Wer gesundheitliche Bedenken bei dem Fruchtsaft bekommt, wird wahrscheinlich zuerst an Zuckerzusätze denken - doch es ist nicht der Zucker der dafür sorgt, dass Orangensaft alles Andere als gesund sein kann.

Businessinsider.de macht dafür auf die Ergebnisse des Ernährungswissenschaftlers Scott Kahan aufmerksam. Kahan, der beim National Center for Weight and Wellness beschäftigt ist, bringt mit dem Fruchtsaft Übergewicht und sogar Organschäden in Verbindung. Dass Orangensaft viel Vitamin C beinhaltet, weiß mittlerweile jeder - wie viel Zucker er allerdings enthält, wissen dagegen die Wenigsten.

Die Nährwerte in einem 230ml Glas Orangensaft: 

  • Kalorien: 110
  • Eiweiß: 2 Gramm
  • Kohlenhydrate: 26 Gramm
  • Zucker: 22 Gramm
  • Vitamin C: 120 Prozent der empfohlenen Tagesmenge
  • Vitamin B1: 15 Prozent der empfohlenen Tagesmenge
  • Kalium: 13 Prozent der empfohlenen Tagesmenge
  • Folate: 10 Prozent der empfohlenen Tagesmenge

Ließt sich doch eigentlich ganz gut, oder? Einziger erkennbarer Schwachpunkt: der Zuckergehalt. Mit 22 Gramm pro Glas ist Orangensaft vergleichbar mit einem Glas Cola, das in etwa die gleiche Menge Zucker enthält. Das entspricht fast neun Zuckerwürfeln. Abgesehen davon ist Orangensaft jedoch reich an Vitaminen und sollte damit eigentlich auch gut für unseren Körper sein.

Scott Kahan sieht das allerdings anders. Der Wissenschaftler ist sich sicher, dass der Konsum von Orangensaft mit Übergewicht und Organschäden einhergeht. Und das nicht nur wegen dem Zucker. Orangensaft ist aus mehreren Orangen zusammengepresst worden. Der Konsum des Saftes kann somit nicht mit dem Konsum einer natürlichen Orange verglichen werden. Beim Verzehr einer Orange nimm man nämlich, bei deutlich weniger Kalorien, nicht nur die selben Vitamine auf, sondern auch wertvolle Ballaststoffe, welche die Verdauung verlangsamen und ein Sättigungsgefühl erzeugen. Beim Orangensaft geschieht dies nicht. Das Sättigungsgefühl bleibt aus, obwohl man mehr Kalorien konsumiert hat.

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Fruchtsäfte haben viele Kalorien, machen aber nicht satt

Der Zuckerzusatz, so Kahan, sei dabei nur die Spitze des Eisbergs. Gerade für Diabetiker kann der hohe Zuckergehalt zum Problem werden. Aber nicht nur diese sind dabei gefährdet: Auch für Nicht-Diabetiker kann der viele Zucker schädlich sein.

Nichtsdestotrotz hat Orangensaft, bei richtigen Konsum, auch Vorteile: Der Saft ist ein direkter Lieferant für Carotinoide, Falvonoide und Vitamin C.  Carotinoide unterstütze das Immunsystem und bekämpfen als Antioxidantien schädliche Substanzen im Körper. Falvonoide ist ein Entzündungshemmer und Entzündungen können immer wieder Auslöser schwerer Krankheiten sein. Vitamin C ist ein essentieller Nährstoff für den Körper. Er verbessert und unterstützt das Immunsystem und wirkt ebenfalls als Antioxidationsmittel.

„Wenn ihr Orangensaft wirklich gern mögt, dann kann es sich lohnen, ihn in moderaten Mengen in einen ausgewogenen Ernährungsplan aufzunehmen“, so Scott Kahan. Die ganzen guten Inhaltsstoffe aus dem Saft können jedoch auch durch den Konsum einer ganzen Orangen aufgenommen werde - und das  mit viel weniger Kalorien.