Überraschende Wende im Döner-Streit mit KFC - "jetzt ist alles cool"

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Schwere Vorwürfe gegen KFC wegen neuem Döner: "Kunden irritiert"
Bei KFC gibt es jetzt speziellen Döner. Das gefällt nicht jedem.
Schwere Vorwürfe gegen KFC wegen neuem Döner: "Kunden irritiert"
Friso Gentsch/dpa

KFC verkauft jetzt Döner - und hat damit für mächtig Wirbel gesorgt. Der Chef einer Kebab-Kette hatte heftige Vorwürfe gegen den Fast-Food-Riesen erhoben - doch nun gab es eine überraschende Wende.

Update vom 11.05.2026: Überraschende Wende im Döner-Streit mit KFC - "jetzt ist alles cool"

Im Streit um Markenrechte an einem Kebab-Gericht haben die Bielefelder Dönerkette Krispy Kebab und der amerikanische Fast-Food-Anbieter KFC eine Einigung erzielt. Wie die Firmen mitteilten, bleibt die Dönervariante Krispy Kebab bei KFC im Sortiment. Die Dönerkette Krispy Kebab darf aber mit Zusatzgeschäft rechnen: In den Bielefelder KFC-Standorten bekommen Kunden beim Kauf eines Döners einen Gutschein, den sie bei Krispy-Kebab-Standorten gegen einen weiteren Kebab einlösen können. Dadurch dürften einige KFC-Kunden erstmals in den Dönerbuden sein - und nach ihrem ersten dortigen Döner vielleicht auch wiederkommen.

Die Aktion ist auf 500 Gutscheine begrenzt, die KFC bei Krispy Kebab einkauft. Ob Kentucky Fried Chicken andere Kosten übernimmt oder einen sonstigen finanziellen Ausgleich zahlt, wurde nicht mitgeteilt. Der Anwalt des Bielefelder Dönerunternehmens, Markus Brock von der Kanzlei SKW Schwarz, sagte, bei den Gutscheinen handele es sich um einen Teil eines Gesamtpakets. Zu weiteren Inhalten des Pakets wollte er sich nicht äußern. "Die Verhandlungen standen auf Messers Schneide, aber nach hartem Ringen haben wir doch noch eine Lösung gefunden", sagte Brock.

Krispy Kebab hatte Markenrechte geltend gemacht. KFC hatte zunächst den Standpunkt vertreten, dass der Produktname in vielen europäischen Märkten verwendet werde. Man wolle keinen "Beef", vielmehr liege der Fokus doch auf Chicken. Das englische Wort Beef heißt Rindfleisch, außerdem bedeutet es umgangssprachlich "Streit". Vermittelt hatte die Einigung der deutsch-libanesische Schauspieler Kida Khodr Ramadan, der in der Serie "4 Blocks" einen Clanchef spielt. Ramadan hatte in der vergangenen Woche auf Instagram seine Hilfe angeboten: "Frieden, Peace, kommt nach Berlin und wir setzen uns an einen Tisch und klären das." 

Nun wurde die Einigung in einem weiteren Video dargestellt, in dem sich ein Marketingmanager von KFC sowie der Dönerketten-Chef Sergen Kolcu tatsächlich an einen Tisch setzen und unter Aufsicht von Ramadan eine Einigung ausverhandeln. In dem humorvollen Clip macht Ramadan Druck, damit sich die Streithähne aussöhnen. Das gelingt, am Ende geben sich der KFC-Vertreter und der Dönerfirma-Chef Kolcu die Hände.

Die deutsche Dönerkette hat 17 Standorte, und zwar in Bielefeld, Hannover, Essen, Emden, Wesel und weiteren Städten. KFC hat weltweit rund 32.000 Standorte. Krispy-Kebab-Chef Kolcu hatte Umsatzeinbußen befürchtet, wenn die Kundschaft teilweise abwandere und annehme, dass sein Dönerprodukt nun auch bei KFC zu haben sei. Diese Sorgenfalten haben sich inzwischen geglättet. 

"Am Anfang war echt dicke Luft, keine Frage", sagt Kolcu. "Es ging um uns, um unseren Laden, um unseren Namen." Dann habe man sich aber an einen Tisch gesetzt und "jetzt ist alles cool". Er sei erleichtert, dass der Rechtsstreit vorbei sei. Mit den Gutscheinen gewinne er einen zusätzlichen Umsatz von knapp 5000 Euro hinzu. 

Der 29-jährige Kolcu hatte die Firma 2017 gegründet. Das Unternehmen ist auf Expansionskurs, bis zum Sommer sollen zwei weitere Standorte hinzukommen. KFC wiederum gehört zum US-amerikanischen Gastro-Konzern Yum! aus Louisville im Bundesstaat Kentucky. Die verschiedenen Marken von Yum!, zu denen neben KFC auch Pizza Hut und Taco Bell gehören, betreiben 55.000 Restaurants, davon circa 32.000 von KFC.

Ursprungsmeldung: Schwere Vorwürfe gegen KFC wegen neuem Döner: "Kunden sind irritiert"

Im Konflikt um Markenrechte an einem Hühnchen-Gericht legt sich eine Bielefelder Dönerkette mit dem US-Unternehmen Kentucky Fried Chicken (KFC) an. Das Bielefelder Unternehmen trägt den Namen Krispy Kebab – genau wie das Gericht, das KFC kürzlich eingeführt hat.

"Die nutzen einfach unseren Namen, den ich seit fast zehn Jahren mühsam als Marke aufgebaut habe", erklärt der Chef der 2017 gegründeten Dönerfirma, Sergen Kolcu, der dpa in Bielefeld. "Die wussten, dass es uns gibt – und trotzdem bringen sie das einfach auf den Markt." Zuvor hatte die Bild berichtet.

"Alles nur geklaut": Werbevideo zum KFC-Döner gibt Rätsel auf 

Bemerkenswert sei, dass KFC sein Produkt mit K schreibe und nicht mit C als "Crispy", wie es KFC bei anderen Gerichten gemacht habe. Er habe KFC aufgefordert, dies zu unterlassen. Sollte das nicht geschehen, werde er rechtliche Schritte einleiten.

Er habe sich "Krispy Kebab" markenrechtlich schützen lassen. Kurios ist zudem ein Werbevideo von KFC, in dem der neue KFC-Döner zur Musik des Prinzen-Songs "Alles nur geklaut" vorgestellt wird. Kebab gebe es schon sehr lange und nun endlich auch bei KFC, wird in dem Lied gesungen. Dönerbuden-Betreiber Kolcu stößt dieses Werbevideo sauer auf - nach seinem Verständnis ist der Name des KFC-Gerichts tatsächlich "geklaut". KFC Deutschland hingegen teilt mit, dass man einen "vermeintlich frechen Klau" nicht im Sinn gehabt habe.

"Der Produktname ist im Zuge einer internationalen Entwicklung entstanden und wird in vielen europäischen Märkten verwendet", erklärt das Unternehmen. "Klar ist trotzdem: Wir wollen keinen Beef – unser Fokus liegt bekanntlich auf Chicken." Das englische Wort Beef bedeutet Rindfleisch, außerdem steht es umgangssprachlich für "Streit".

"Haben für Markennamen bezahlt": Chef von "Krispy Kebab" ist stinksauer

Kolcu hat Krispy Kebab 2017 ins Leben gerufen, um nach eigenen Angaben "Berliner Döner" in die Stadt zu bringen, die Firma betreibt zwei Dönerläden in Bielefeld. Zudem gibt es noch 16 weitere Krispy-Kebab-Standorte, die von Franchisenehmern geführt werden. "Die Franchisepartner haben für den Markennamen bezahlt und es gilt Gebietsschutz, dass es bei Ihnen sonst keinen anderen Krispy Kebab gibt", sagt der 29-jährige Unternehmer. Immer mehr Döner-Imbisse in ganz Deutschland werben damit, echten "Berliner Döner" zu verkaufen - woran man diesen erkennt.

Die Kundschaft drohe nun teilweise zu KFC abzuwandern - in der Annahme, dass es bei KFC denselben Krispy Kebab gebe wie bei der Dönerkette. "Die Kunden sind irritiert und fragen, ob wir mit KFC kooperieren." Dem sei aber nicht so. Für so eine Kooperation zeigte sich Kolcu grundsätzlich offen. Man könne den "Krispy Kebab" ja zusammen machen, "mit einer Soße von uns oder so".

Ein erstes Gespräch zwischen beiden Parteien verlief am Montag nach Angaben von Krispy-Kebab-Chef Kolcu ergebnislos. Man habe noch keinen gemeinsamen Nenner gefunden, so der Firmengründer. Von KFC hieß es: "Mal schauen, was hier noch gemeinsam möglich ist."

Im Streit um Markenrechte an einem Kebab-Gericht haben die Bielefelder Dönerkette Krispy Kebab und der amerikanische Fast-Food-Anbieter KFC eine Einigung erzielt. Wie die Firmen mitteilten, bleibt die Dönervariante Krispy Kebab bei KFC im Sortiment. Die Dönerkette Krispy Kebab darf aber mit Zusatzgeschäft rechnen: In den Bielefelder KFC-Standorten bekommen Kunden beim Kauf eines Döners einen Gutschein, den sie bei Krispy-Kebab-Standorten gegen einen weiteren Kebab einlösen können. Dadurch dürften einige KFC-Kunden erstmals in den Dönerbuden sein - und nach ihrem ersten dortigen Döner vielleicht auch wiederkommen.

Die Aktion ist auf 500 Gutscheine begrenzt, die KFC bei Krispy Kebab einkauft. Ob Kentucky Fried Chicken andere Kosten übernimmt oder einen sonstigen finanziellen Ausgleich zahlt, wurde nicht mitgeteilt. Der Anwalt des Bielefelder Dönerunternehmens, Markus Brock von der Kanzlei SKW Schwarz, sagte, bei den Gutscheinen handele es sich um einen Teil eines Gesamtpakets. Zu weiteren Inhalten des Pakets wollte er sich nicht äußern. "Die Verhandlungen standen auf Messers Schneide, aber nach hartem Ringen haben wir doch noch eine Lösung gefunden", sagte Brock.

Krispy Kebab hatte Markenrechte geltend gemacht. KFC hatte zunächst den Standpunkt vertreten, dass der Produktname in vielen europäischen Märkten verwendet werde. Man wolle keinen "Beef", vielmehr liege der Fokus doch auf Chicken. Das englische Wort Beef heißt Rindfleisch, außerdem bedeutet es umgangssprachlich "Streit". 

Schauspieler mischt als Mediator mit
Vermittelt hatte die Einigung der deutsch-libanesische Schauspieler Kida Khodr Ramadan, der in der Serie "4 Blocks" einen Clanchef spielt. Ramadan hatte in der vergangenen Woche auf Instagram seine Hilfe angeboten: "Frieden, Peace, kommt nach Berlin und wir setzen uns an einen Tisch und klären das." 

Nun wurde die Einigung in einem weiteren Video dargestellt, in dem sich ein Marketingmanager von KFC sowie der Dönerketten-Chef Sergen Kolcu tatsächlich an einen Tisch setzen und unter Aufsicht von Ramadan eine Einigung ausverhandeln. In dem humorvollen Clip macht Ramadan Druck, damit sich die Streithähne aussöhnen. Das gelingt, am Ende geben sich der KFC-Vertreter und der Dönerfirma-Chef Kolcu die Hände.

"Jetzt ist alles cool"
Die deutsche Dönerkette hat 17 Standorte, und zwar in Bielefeld, Hannover, Essen, Emden, Wesel und weiteren Städten. KFC hat weltweit rund 32.000 Standorte. Krispy-Kebab-Chef Kolcu hatte Umsatzeinbußen befürchtet, wenn die Kundschaft teilweise abwandere und annehme, dass sein Dönerprodukt nun auch bei KFC zu haben sei. Diese Sorgenfalten haben sich inzwischen geglättet. 

"Am Anfang war echt dicke Luft, keine Frage", sagt Kolcu. "Es ging um uns, um unseren Laden, um unseren Namen." Dann habe man sich aber an einen Tisch gesetzt und "jetzt ist alles cool". Er sei erleichtert, dass der Rechtsstreit vorbei sei. Mit den Gutscheinen gewinne er einen zusätzlichen Umsatz von knapp 5000 Euro hinzu. 

Der 29-jährige Kolcu hatte die Firma 2017 gegründet. Das Unternehmen ist auf Expansionskurs, bis zum Sommer sollen zwei weitere Standorte hinzukommen. KFC wiederum gehört zum US-amerikanischen Gastro-Konzern Yum! aus Louisville im Bundesstaat Kentucky. Die verschiedenen Marken von Yum!, zu denen neben KFC auch Pizza Hut und Taco Bell gehören, betreiben 55.000 Restaurants, davon circa 32.000 von KFC.

 

 

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