Darmprobleme: Betroffene sollte diesen Joghurt probieren
Autor: Andrea Baumann
Deutschland, Dienstag, 03. März 2026
Nicht jeder Joghurt tut deinem Darm gut. In diesem Artikel erklären wir, warum Naturjoghurt und andere gesündere Sorten vorteilhaft sind.
Joghurt gilt als beliebtes Lebensmittel und findet sich in nahezu jedem Kühlschrank. Doch hinter der großen Auswahl im Supermarkt verbergen sich erhebliche Unterschiede – vor allem beim Zuckergehalt und den gesundheitlichen Vorteilen. Während einige Joghurts die Verdauung fördern und das Immunsystem stärken können, entpuppen sich andere Sorten als wahre Zuckerfallen. Wer Wert auf eine ausgewogene Ernährung legt, sollte deshalb genau hinschauen, welche Joghurtsorte im Einkaufswagen landet.
Welche Vorteile haben die einzelnen Joghurtsorten?
Bei vielen ist Naturjoghurt besonders beliebt, weil er frei von künstlichen Zusätzen und meist zuckerarm ist. Wie zahlreiche Studien wiederholt belegen, fördern die darin enthaltenen Milchsäurebakterien zudem die Darmgesundheit, indem sie das Gleichgewicht der Darmflora unterstützen und die Verdauung regulieren. Auch können die Milchsäurebakterien die Aufnahme von Nährstoffen verbessern und das Immunsystem stärken.
Griechischer Joghurt hingegen hat einen höheren Eiweißgehalt und ist cremiger als herkömmlicher Naturjoghurt. Der Eiweißreichtum unterstützt den Muskelaufbau und kann länger sättigen. Gleichzeitig enthält griechischer Joghurt weniger Laktose, was ihn für Menschen mit leichter Laktoseintoleranz verträglicher macht. Ziegen- und Schafmilchjoghurt zeichnet sich durch ein anderes Milchprotein und einen höheren Fettgehalt aus. Diese Joghurtsorten können leichter verdaulich sein, insbesondere für Menschen, die empfindlich auf Kuhmilch reagieren. Zudem liefern sie wertvolle Fettsäuren, die das Herz-Kreislauf-System unterstützen. Auch diese Sorten enthalten natürliche Milchsäurebakterien, die verdauungsfördernd wirken können.
Probiotische Joghurtsorten wiederum enthalten gezielt zugesetzte Bakterienstämme, die nachweislich die Darmflora fördern können. Besonders hilfreich sind sie bei vorübergehenden Verdauungsstörungen, nach Antibiotika oder bei Reizdarmsyndrom. Sie können helfen, das Mikrobiom zu stabilisieren und die Darmbewegung zu regulieren.
Warum ist Naturjoghurt so gesund?
Naturjoghurt gilt als eine der gesündesten Joghurtsorten, weil er im Gegensatz zu vielen Fertigprodukten keine unnötigen Zusatzstoffe enthält. Die Milchsäurebakterien im Naturjoghurt wirken probiotisch und unterstützen das Gleichgewicht der Darmflora. Diese Bakterien helfen nicht nur bei der Verdauung, sondern können auch das Immunsystem stärken. Zudem gibt es Hinweise, dass Naturjoghurt das Risiko für Darmkrebs senken kann.
Buchtipp: Darm mit Charme - Alles über ein unterschätztes Organ (Neuauflage)Naturjoghurt liefert zudem wichtige Nährstoffe wie Kalzium, Vitamin B2 und Eiweiß, die für Knochen, Muskeln und Stoffwechsel unverzichtbar sind. Gerade für Menschen, die Wert auf eine ausgewogene Ernährung legen, ist dies ein zusätzlicher Vorteil. Auch die Vielseitigkeit von Naturjoghurt macht ihn zu einem der beliebtesten Joghurtsorten: Du kannst ihn als Basis für süße oder herzhafte Gerichte verwenden, was die Aufnahme der Nährstoffe zusätzlich erleichtert. Schließlich ist Naturjoghurt gut verträglich. Die enthaltenen Bakterien können Laktose teilweise abbauen, was ihn für Menschen mit leichter Laktoseintoleranz oft bekömmlicher macht.
Unter den naturbelassenen Joghurtsist derzeit vor allem der Skyr aus Island stark im Trend. Mit einem geringen Fett- und hohen Proteingehalt ist er gesund und kalorienarm, so enthält er bei 100 g nur 62 kcal. Die Herstellung erinnert an die von Joghurt, jedoch wird beim Skyr "die Molke abgetrennt", was den Zuckergehalt senkt. Im Vergleich zu Magerquark punktet Skyr durch mehr Kalzium und eine cremigere Konsistenz, die bei Laktoseintoleranz oft besser verträglich ist. Dank seiner Vielseitigkeit lässt er sich sowohl in der Küche als auch bei einer zuckerarmen Diät vielfältig einsetzen.