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Petersilie: So pflanzen, pflegen und ernten Sie das Küchenkraut

Petersilie ist das ideale Küchenkraut zum Würzen und Verzieren. Schon in der alten Antike wurden dem Kraut heilende Kräfte zugesprochen. Heutzutage ist es fester Bestandteil der Küchen dieser Welt. Wir geben Tipps, wie Sie das Wunderkraut zu Hause selber anpflanzen können.
 
Petersilie: So pflanzen, pflegen und ernten Sie das Küchenkraut
Petersilie ist eines der beliebtesten Küchenkräuter der Deutschen. Foto: david-todd-maccarty/unsplash.com

Petersilie (peteroselinum crispum) gehört zu der Familie der Doldenblüter und ist neben Basilikum und Schnittlauch eines der beliebtesten Küchenkräuter in Deutschland. Das Kraut stammt ursprünglich aus Südosteuropa, um genauer zu sein aus Griechenland. Daher stammt auch sein Name, denn wortwörtlich aus dem griechischen übersetzt heißt Petersilie "Felsensellerie". Felsen, da das Kraut in felsigen Regionen gewachsen ist, und Sellerie, da sich die Blattform von Petersilie und Sellerie sehr ähnlich sind. 

Petersilie ist eine zweijährige Pflanze und man kann sie so lange ernten, bis sie nach zwei Jahren Blüten bekommt.  Sie wächst als grüne Krautpflanze und kann eine Höhe von bis zu 60 Zentimetern bekommen. Generell unterscheidet man zwischen zwei Arten: der glatten Petersilie und der krausen Petersilie. Mit ihren vielen Vitaminen, Eisen und Calicum ist Petersilie das ideale Kraut zum Würzen und Garnieren. 

Glatte und Krause Petersilie im Vergleich

Die Glatte Petersilie, auch Italienische Petersilie genannt, hat einen intensiveren Geschmack und enthält mehr Vitamine als die krause Petersilie. Gleichzeitig ist sie aber auch empfindlicher und geht schneller ein. 

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Die Krause Petersilie findet man häufiger in der deutschen Küche. Sie hat einen milderen Geschmack und geht nicht so schnell ein.

Daher wird sie häufig zum Dekorieren und Verzieren der Teller verwendet. 

Was ist mit der Petersilienwurzel?

Die Petersilienwurzel, oder auch Wurzelpetersilie genannt, ist die Wurzel einer Unterart der Petersilie

Die Rübe ist dick, weiß und läuft spitz zusammen. Auch ihr süß-würziger Geschmack erinnert direkt an das Aroma von Petersilie. 

Man verwendet Petersilienwurzel, ähnlich wie Karotten und Sellerie als Kochgemüse, in Suppen oder in Eintöpfen. 

Petersilie selber anpflanzen

Petersilie lässt sich recht einfach kultivieren, solange ein paar Pflegehinweise beachtet werden. Das Küchenkraut lässt sich sowohl im Topf, als auch im Beet wunderbar pflegen. 

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Sollten Sie ihre Petersilie aus dem Supermarkt oder Gartencenter im Topf kaufen, müssen sie ihn unbedingt zeitnah umtopfen.

Die Petersilie ist in dem Topf schon fest verwurzelt und um weiter zu gedeihen braucht das Wurzelwerk mehr Platz. 

Die Aussaat

Wer sich lieber eigene Petersilie züchten möchte, kann sich Saatgut besorgen. Dieses können Sie entweder ins Beet oder in Töpfe pflanzen. Die Samen sollten zwischen März und August eingepflanzt werden.

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Bei noch fröstelnden Temperaturen sollten, besonders Töpfe, nur für wenige Stunden draußen gelassen werden, damit sie nicht einfrieren. Nach ungefähr drei bis vier Wochen sollten die ersten Jungpflänzchen zu sehen sein.

Damit die Petersilie im Gemüsebeet genug Platz hat, sollte sie versetzt oder im Zickzack angelegt werden. So kann die Petersilie beruhigt in ihre übliche Breite wachsen. 

Der Standort

Petersilie kommt ursprünglich aus Griechenland und liebt die pralle Sonne. Es ist zwar möglich das Kraut auch an halbschattigen Standorten zu kultivieren, doch sollte hier nicht mit allzu viel Ertrag gerechnet werden. 

Der Boden im Beet sollte nährstoffreich und luftig sein und kann zur Not noch mit Kompost oder Sand aufbereitet werden. Verwenden Sie im Topf keinesfalls normale Blumen- und Pflanzenerde. Diese ist mit Dünger versetzt, die Sie nicht zu sich nehmen wollen. Hier gibt es extra Kräutererde, die die ideale Bodenzusammensetzung mitbringt. 

Gießen und Düngen

Petersilie mag leicht angefeuchtetes Substrat. Zu viel oder ausbleibende Wasserversorgung kann das Kraut schwächen und sie anfälliger für Krankheiten machen. Gießen Sie das Kraut also regelmäßig mit einer geringen Menge Wasser.  

Ist der Boden im Beet mit ausreichend vielen Nährstoffen getankt, müssen Sie sich über Düngen nicht viele Sorgen machen. Ein wenig Kompost reicht hier zum Sommerbeginn schon aus. Petersilie im Topf sollten Sie alle 4-6 Wochen mit einem Kräuterdünger düngen. Die Nährstoffe können sich in der Erde im Topf nicht lange halten und müssen aufgefrischt werden. 

Ernte und Lagerung 

Haben Sie die Petersilie drinnen kultiviert können Sie das ganze Jahr über Petersilie ernten. Für das Kräuterbeet liegt die Erntezeit zwischen März und September. Sie können bei der Ernte ruhig mehr abschneiden, das Kraut ist ziemlich robust und wächst schnell wieder nach. 

Frisch geerntete Petersilie hält nur zwei bis drei Tage im Kühlschrank. Falls Sie das Kraut aber nicht rechtzeitig aufbrauchen können, können Sie es entweder einfrieren oder im Ofen bei 50 °C trocknen. 

Die Heilkräfte der Petersilie

In vielen Ländern und Kulturen gilt Petersilie als Heilkraut. Schon in der Antike wurde dem Kraut Attribute wie aphrodisierend, harntreibend und verdauungsfördernd zugeschrieben. Auch heute wird es in Tablettenform gegen Diabetes, Bluthochdruck, Magen- und Darmbeschwerden und Nierenerkrankungen eingesetzt.

Zusätzlich ist das Küchenkraut reich an Chlorophyll, was Pflanzen die grüne Farbe verleiht und womit Fotosynthese betrieben wird.  Dieser Stoff soll dem Körper helfen sich zu entgiften. 

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