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Kindermatratzen bei Stiftung Warentest: Gravierende Mängel - Ersticken droht

Stiftung Warentest hat 28 Kindermatratzen untersucht, an die hohe Anforderungen gestellt werden: Sie müssen robust sein und außerdem absolut frei von jeglichen Schadstoffen. Die Ergebnisse lassen jedoch an vielen Kindermatratzen auf dem Markt zweifeln - über ein Drittel der Matratzen wird als mangelhaft eingeschätzt und offenbart gravierende Mängel.
Gravierende Mängel bei den Kindermatratzen: Viele der getesteten Matratzen fallen durch.
Gravierende Mängel bei den Kindermatratzen: Viele der getesteten Matratzen fallen durch. Foto: Sandra Seitamaa/Unsplash.com
  • Matratzen für Babys und Kinder: Stiftung Warentest findet gravierende Mängel
  • Testkriterien: Liegeeigenschaften, Haltbarkeit, Sicherheit, Bezug, Handhabung, Deklaration und Werbung, Gesundheit und Umwelt
  • Ernüchterndes Ergebnis: Über ein Drittel der Matratzen ist "mangelhaft"

Stiftung Warentest hat bereits 28 Modelle im großen Kindermatratzen-Test überprüft. Insgesamt zehnmal konnten die Tester ein "gut" vergeben. Elf Matratzen patzten allerdings bei der Sicherheit und erhielten ein "mangelhaft". Vor allem der "Kugeltest" liefert teils erschreckende Ergebnisse: Im schlimmsten Fall kann das Kind ersticken. Auch der jüngste Kindermatratzen-Test von 2021 zeigt: Qualität ist nicht an hohe Preise gebunden. Eine sehr günstige Matratze kann sich vorne im Testfeld einreihen. Eine Kindermatratze für 179 Euro landet hingegen weit hinten. Hier verraten wir dir unter anderem, wie Ikeas "Skönast"*, "Jonas"* von Jysk und Träumelands "Schlummerstern"* abgeschnitten haben.

Matratzen-Test von Stiftung Warentest: Gewinner, Verlierer & ein Preistipp

Ein Großteil der als mangelhaft bewerteten Matratzen fällt besonders im Prüfpunkt "Sicherheit" durch und ist daher nicht zu empfehlen. Zu den Modellen zählt unter anderem die Max-Matratze von Alvi, Dr.Lübbe Air Plus von Julius Zöllner und die Kindermatratze Kokos/Latex von Waschbär, die zusätzlich zu einer der teuersten zählt.

Testsieger ist Jonas von Jysk, eine harte Schaumstoffmatratze. Beide Seiten sind für Kinder und Babys geeignet. Positiv: Die Matratze hat eine seitliche Trittkante. Auch Lena von Hessnatur (2,0) überzeugt mit mittelharter Kokosseite und weicher Latexseite. Zwar ist sie die schwerste Matratze im Test, mit circa 7 Kilogramm, hat jedoch eine sehr gute Haltbarkeit. Die Matratze Skönast von Ikea* schneidet nicht nur gut (2,0) ab, sondern ist mit knapp 80 Euro auch der Preis-Leistungs-Sieger. Die mittelharte Schaumstoffmatratze knistert deutlich, der Kern wird unter dem Einfluss von Feuchtigkeit und Temperatur etwas weicher.

Auch gut ist das Modell Mariella Hygienica von Paradies* (2,1), welche sich sowohl für Kleinkinder, als auch für Babys eignet. Die Matratze wiegt nur etwa drei Kilogramm, was sie zu einer der leichtesten Modellen im Test macht. Die Sicherheit der Matratze wird als "sehr gut" (1,0) eingestuft, der Gesundheit und Umwelt-Faktor als "gut" (1,7).

Baby- und Kindermatratzen im Test: Darauf solltest du beim Kauf achten

Eltern sollten sich Zeit nehmen, um die beste Kinderbettmatratze zu finden. Die Stiftung Warentest hat sich diese Zeit ebenfalls genommen. "Unsere Tester haben 15.000 Mal über die Matratzenkerne gewalzt, haben die Babymatratzen in Klimakammern gesteckt, ihren Kern freigelegt und die Liegeeigenschaften untersucht."

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Worauf du speziell bei Kindermatratzen achten musst: Die beste Matratze für Kinder ist mittel­hart und besteht den Normtest. Der Härtegrad hingegen ist nicht entscheidend. Wichtig ist, dass sich dein Kind auf der Matratze wohlfühlt. Lasse dein Kind nach Möglichkeit probeliegen, bevor du eine Kinderbettmatratze kaufst. Und lasse dich außerdem nicht von knackigen Werbeversprechen beeindrucken. Kindermatratzenkauf ist Vertrauenssache.

Für einen guten Schlaf kommt es übrigens nicht nur auf die Matratze an: Auch beim Kissenkauf gibt es einiges zu beachten.

Matratzenkauf: Sicherheit ist messbar - Kugeltest verrät gravierende Mängel

Immer wieder testet die Stiftung Warentest Matratzen - Kindermatratzen, Babymatratzen, Kinderbettmatratzen (Matratzen 70 x 140 Zentimeter). "Alle Matratzen durchlaufen unser strenges Testprogramm. Wie üblich testen wir auf Schadstoffe, Haltbarkeit, Komfort - und Sicherheit." Neu aber ist der Kugeltest: Er stammt aus einer Norm, die seit August 2017 in Kraft ist. 

Der Kugeltest simuliert, was geschehen kann, wenn sich Kinder im Schlaf auf den Bauch drehen. Der Testaufbau soll das Einsinken des Kopfes in die Matratze nachstellen. Bedauerlich: Einige der Matratzen im Test scheitern an dieser Prüfung. Im schlimmsten Fall kann das Kind auf einer solchen Matratze in Bauchlage ersticken.

Übrigens: Die besten Matratzen für Erwachsene erfährst du in unserem Artikel - aktuell hat Stiftung Warentest 14 neue Modelle untersucht.

Fazit: Jede zweite Matratze ist mangelhaft - teilweise gravierende Mängel

Stiftung Warentest kommt zu dem Ergebnis, dass fast ein Drittel der 28 Matratzen im Test mangelhaft ist, zehn Modelle erhalten immerhin ein "gut". Beim Test zeigt sich, dass teuer nicht unbedingt besser ist. Bestes Beispiel hierfür ist die Ikea-Matratze "Skönast", die gut bewertet wird und dabei gerade einmal 80 Euro kostet.

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  • Testsieger: "Jonas" von Dänisches Bettenlager*
  • einige Matratzen fallen durch: sie bieten zu wenig Sicherheit für das Kind - Ersticken droht
  • Vor dem Kauf solltest du dein Kind probeliegen lassen

Den vollständigen Test sowie weitere Tipps für einen gesunden Schlaf findest du kostenpflichtig auf der offiziellen Webseite der Stiftung Warentest.

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