Teurer Sprit: Wie viel Benzin und Diesel darf ich zu Hause lagern?
Autor: Klaus Heimann, Alexander Kroh
Deutschland, Mittwoch, 04. März 2026
In gewissen Mengen darf man Sprit in Kanistern abfüllen und im eigenen Fahrzeug und zu Hause lagern. Was muss dabei beachtet werden?
Hohe Spritpreise an den Tankstellen sind ein Ärgernis für viele Autofahrer. Vor dem Hintergrund des Iran-Kriegs wächst die Sorge, dass Benzin und Diesel bald noch teurer werden könnten als ohnehin schon.
Wer im Alltag auf ein Verbrenner-Fahrzeug angewiesen ist, stellt sich womöglich die Frage, ob es sich lohnen kann, einen Vorrat anzulegen, wenn der Sprit gerade mal günstiger ist. Doch das ist nicht grenzenlos erlaubt. Zudem ist es nicht ganz ungefährlich.
Sprit-Vorrat anlegen: Es gibt klare Grenzen bei Benzin und Diesel
In Deutschland darfst du pro Beförderungseinheit - also pro Fahrzeug - maximal eine Menge von 240 Litern Kraftstoff befördern. Pro Kanister sind aber nicht mehr als 60 Liter erlaubt. Mehr als vier Kanister à 60 Liter sind also nicht erlaubt.
Empfehlenswert ist eine solch große Menge aus Sicherheitsgründen jedoch nicht. Der ADAC empfiehlt, maximal zehn Liter im Auto mitzuführen. Dabei ist es einerlei, ob es sich um Diesel oder Benzin handelt.
Um eine Gefährdung für die Insassen möglichst gering zu halten, sollte man den Ersatzkanister außerdem so weit entfernt wie möglich von Personen verstauen, also zum Beispiel im Kofferraum. Auch dort sollte ein Spritkanister am besten noch gesichert transportiert werden, etwa mit Spanngurten. Eine gesetzliche Vorschrift zur Mitführung eines Ersatzkanisters gibt es nicht.
Der richtige Kanister muss es sein
Außerdem muss der Kanister geeignet sein. Was das konkret meint, regeln die DIN-Normen 7274 oder 16904. Konkret heißt es dort, dass die Kanister dicht, fest verschließbar und bruchsicher sein müssen. Laut ADAC muss der Kanister entweder über eine UN- oder Reservekraftstoffkanister-Zulassung (RKK) verfügen. Die entsprechende Kennzeichnung ist am Behälter eingeprägt.
Kunststoffkanister dürfen maximal fünf Jahre alt sein. Der Grund: Mit der Zeit werden sie spröde. Eine aufgedruckte Kunststoffuhr auf den Behältern verrät das Herstellungsdatum. Für Stahlblechkanister gibt es keine gesetzliche Altersgrenze.