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ADAC-Winterreifen-Test 2022: Testsieger und Verlierer - das sind die besten Reifen

Auch dieses Jahr hat der ADAC zahlreiche Winterreifen-Modelle für Verbraucher und Verbraucherinnen getestet. Welche sind besser, welche weniger gut? Ein Überblick.
Welche Winterreifen schneiden im ADAC-Test besonders gut ab?
Welche Winterreifen schneiden im ADAC-Test besonders gut ab? Foto: ASSY/pixabay.com

Mit dem Herbst beginnen viele Autofahrer, sich nach neuen Winterreifen umzuschauen. Passend dazu hat der ADAC 33 aktuelle Reifenmodelle in zwei Dimensionen getestet. Hier erfahrt ihr, welche Winterreifen die besten sind und von welchen man lieber die Finger lässt.

Die erste getestete Dimension 185/65 R15 T (bis 190 km/h) ist vor allem bei beliebten Kleinwagen vom Audi A1 bis zum Opel Corsa weit verbreitet. Für seinen Test von 16 Modellen dieser Größe wählte der ADAC als Testfahrzeug einen VW Polo. Am Ende schnitten vier Reifen mit "gut" ab: Der Continental WinterContact TS 870, der Goodyear Ultragrip 9+, der Semperit Speed-Grip 5 und der Michelin Alpin 6 konnten in den Hauptkriterien überzeugen. Dazu zählten die Haftung auf Schnee, Eis, Nässe oder bei trockenem-frostigem Wetter, Spritsparsamkeit und lange Haltbarkeit. 

Winterreifen im Test: Vor zwei Modellen sollte man sich hüten

Mit "befriedigend" schnitten sieben Reifen ab, darunter Modelle der Marken BFGoodrich und Avon. Hier empfiehlt der ADAC, den Blick aufs Detail zu richten: "... denn je nach individuellem Fahrprofil kann sich ein befriedigender (und meist günstigerer) Testkandidat persönlich durchaus als empfehlenswert entpuppen." Mit lediglich "ausreichend" schnitten die Modelle Dunlop Winter Response 2, Fulda Kristall Montero 3 und der Barum Polaris ab. Die Grundlage dieser Bewertung beruht laut ADAC darauf, dass das Testfahrzeug mit ihnen bei Autobahntempo nicht "sauber" lief. "Dieses Verhalten ist auf längeren Autobahnfahrten unkomfortabel und anstrengend, kann bei plötzlichen Ausweichmanövern im Grenzbereich aber auch kritisch werden", so der ADAC.

Alarm wird bei zwei Modellen geschlagen: dem Imperial Snowdragon HP und dem Wanli SW611. Diese Modelle wiesen bei Nässe gravierende Schwächen im Test auf, weshalb der ADAC sie mit "mangelhaft" bewertete und nicht weiterempfiehlt bzw. sogar von ihrem Gebrauch abrät.

Im Test befanden sich außerdem 17 Reifen für die (SUV-) Kompaktklasse. Als Testgröße wurde die Dimension 215/60 R16 in der Geschwindigkeitsklasse H bis 210 km/h ausgewählt. Dazu heißt es im Test: "Die relativ kleine Testgröße 215/60 R16 in der Geschwindigkeitsklasse H bis 210 km/h gehört zu den Topsellern im Winterreifensegment. Sie passt auf viele SUVs der unteren Mittelklasse vom Audi Q3 bis zum VW T-Roc oder dem Testfahrzeug Škoda Karoq." Hier zeigt sich der ADAC mit dem Gesamtergebnis zufriedener. Nur eins von 17 Reifenmodellen schnitt mit "ausreichend" ab, während vier Modelle mit "gut" und 12 mit "befriedigend" sich besser präsentierten.

So schneiden Reifen für die (SUV-) Kompaktklasse im ADAC-Test ab

Die Modelle Continental WinterContact TS 870, Dunlop Wintersport 5, Goodyear UltraGrip Performance+ sowie der Michelin Alpin 6, erhielten die Bewertung "gut", weil sie sich in den Hauptkriterien des Testes als sehr ausgewogen zeigten. Bei den zwölf "befriedigenden" Reifen, unter anderem von den Marken Yokohama und Falken, lohnt sich wieder der Blick ins Detail: "Denn das gesamte Testfeld weist sowohl im Trockenen wie im Nassen keine so extrem gravierenden Schwächen auf, die ein mangelhaftes ADAC-Urteil bedeuten. Im Schnee verpassen nur fünf Reifen eine gute Bewertung. Und auf Eis sowie im Kraftstoffverbrauch erreichen sogar fast alle Testkandidaten eine gute Bewertung."

Nur das Modell Coopertires WM-SA2+ stuft der ADAC, als "noch bedingt empfehlenswert" ein. Große Kritik gibt es für seine Schwächen auf trockener und nasser Fahrbahn. Zudem schnitt das Modell auf Schnee nur mit "befriedigend" ab und zeigte sich auch im Verschleißtest nicht von der besten Seite.

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