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Würzburger "Miss Germany"-Finalistin züchtet Haut - das ist ihr Projekt


Autor: Isabel Schaffner

Würzburg, Donnerstag, 26. Februar 2026

Amelie Reigl aus Würzburg will "Miss Germany" werden. Die 31-Jährige hat eine weitere faszinierende Mission: Mit ihrem Start-up für gezüchtete menschliche Haut durchstarten.
Amelie Reigl aus Würzburg möchte nicht nur mit Schönheit überzeugen.


Am 7. März 2026 entscheidet sich in den Münchner Bavaria-Studios, wer "Miss Germany 2026" wird. Der Abend will laut den Organisatoren Frauen sichtbar machen, "die Verantwortung übernehmen und Zukunft gestalten". Inzwischen sei das Motto des Wettbewerbs "Wirkung statt Bewertung, Haltung statt Klischees".

Die Würzburgerin Amelie Reigl ist Finalistin im Segment Founder. "Ich züchte menschliche Haut im Labor, um Tierversuche in der Forschung zu reduzieren", stellt sich die Biologin auf der Webseite von "Miss Germany" vor. Laut eigenen Angaben folgen ihr in den sozialen Medien über 400.000 Menschen. 2024 bewarb sich auch eine 23-jährige Kronacherin für den Titel. Sina Setale ist leidenschaftliche Feuerwehrfrau.

Würzburger "Miss Germany"-Kandidatin kämpft gegen Vorurteile

Gerade ist Amelie Reigl dabei, das Start-up TigerShark Science aufzubauen. Das Konzept: Menschliche Hautmodelle für Forschung und Industrie sollen "moderne Hautforschung ohne Tierversuche ermöglichen", wie das Team es im Netz beschreibt. Die Ergebnisse seien besser auf den Menschen übertragbar und die aus den Tests resultierenden Medikamente könnten die Patienten schneller erreichen.

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Um die Hautmodelle auf den Markt zu bringen, fehle dem Team "noch die Anschubsfinanzierung für Miete des Labors, Materialkosten und Produktion der Hautmodelle", heißt es in einer Spendenkampagne. In den sozialen Medien zeige Reigl den "Alltag einer Wissenschaftlerin mit allen Höhen, Tiefen und Herausforderungen". So bekomme sie etwa noch immer den Satz zu hören: "Du siehst gar nicht aus wie eine Wissenschaftlerin?!" Ihrer Meinung nach sollte es egal sein, wie sie aussieht, machte sie in einem Instagram-Post vom 11. Februar deutlich.

"Wissenschaft interessiert sich nicht für Frisuren, Outfits oder Geschlechterrollen. Sie interessiert sich für Neugier", fügt die 31 Jahre alte Würzburgerin hinzu. "Als Wissenschaftlerin im System zu sein heißt: manchmal nicht ernst genommen zu werden, manchmal lauter kämpfen zu müssen, manchmal mehr beweisen zu müssen." Bei "Miss Germany" wolle sie vor allem Mädchen und Frauen zeigen: "Was ich kann, kannst du auch!" Ihre Mission als Kandidatin: "Zukunft mitzugestalten, in der nicht nur Wissenschaft weiblicher, sichtbarer und mutiger wird und in der wir neue Wege gehen, um echte Veränderung zu schaffen, egal in welchem Bereich".

"So toll!": Girlsday wünscht viel Glück

Amelie Reigl hat bereits viele Fans. In den Kommentaren eines Instagramposts von @missgermany_official senden viele Herzen und Daumen nach oben. "Einfach nur toll! Und das alles, weil du neugierig geblieben bist" und "Lieblings-Nerd" ist zu lesen. Der Account des Girlsdays schreibt: "So toll! Wir drücken ganz doll die Daumen!" Über die Joyn-App läuft die Abstimmung über die Gewinnerin, informiert der Wettbewerb zudem in den Kommentaren.