Würzburg: Tollwut bei Fledermaus im Stadtgebiet - Behörde warnt
Autor: Anton Knorr
Würzburg, Freitag, 14. August 2026
In Würzburg wurde der erste Tollwut-Fall bei einer Fledermaus nachgewiesen. Die Behörde rät nun zu erhöhter Vorsicht.
Bei einer Breitflügelfledermaus, die im Stadtgebiet Würzburg aufgefunden wurde, konnte erstmals das Tollwutvirus (Lyssavirus) registriert werden, so die Stadt in einer Pressemeldung. Bereits im Juni dieses Jahres waren im Landkreis Aschaffenburg ebenfalls zwei Exemplare positiv auf das Virus getestet worden.
Das Infektionsrisiko durch den Kontakt mit den natürlichen Fledermauspopulationen in Bayern werde vom Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) als gering eingestuft. Die Stadt Würzburg rät in der Mitteilung trotzdem zu erhöhter Vorsicht und erklärt, woran man infizierte Tiere erkennen kann.
Fund in Würzburg: Wie erkennt man Tollwut bei Fledermäusen?
Laut der Behörde sollten aufgefundene Fledermäuse, wie alle anderen Wildtiere auch, nicht mit bloßen Händen angefasst werden. Das gelte vor allem dann, wenn die Tiere am Tag entdeckt werden, untypisches Verhalten zeigen oder flugunfähig sind. "Gerade in diesen Fällen sollte Abstand gehalten werden", schreibt die Stadt Würzburg diesbezüglich. Auch Haustiere sollten nicht in Kontakt mit möglicherweise infizierten Fledermäusen kommen.
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Sind Fledermäuse mit Tollwut infiziert, äußert sich dies in der Regel durch neurologische Ausfälle, heißt es. Dazu gehören Orientierungslosigkeit, Lähmungserscheinungen und bissige Reaktionen auf herannahende Gegenstände. Eine weitere Auffälligkeit sei, die normalerweise nachtaktiven Tiere tagsüber anzutreffen. Wegen der möglichen Lähmungserscheinungen liegen sie dann oft am Boden, wo sie mit Hunden oder Katzen in Kontakt geraten könnten.
Die Stadt Würzburg bittet darum, sich beim zuständigen Veterinäramt oder einem Fledermausberater zu melden, sollte man eine Fledermaus mit den genannten Auffälligkeiten finden. Da die Tiere artenschutzrechtlich streng geschützt seien und wichtige Funktionen im Ökosystem erfüllten, seien Schutzmaßnahmen begrüßenswert. Weitere Neuigkeiten aus Würzburg und der Region gibt es in unserem Lokalressort.