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Würzburg: Mobiler Ultraschall soll Notarzteinsätze verbessern


Autor: Redaktion

Würzburg, Mittwoch, 04. März 2026

In Würzburg ist nun ein mobiles Ultraschallgerät auf dem Notarzteinsatzfahrzeug im Einsatz. Die moderne Technik hilft, lebensbedrohliche Erkrankungen früher zu erkennen.


Das Universitätsklinikum Würzburg (UKW) stärkt die notfallmedizinische Versorgung der Würzburger Bevölkerung nachhaltig. Ab sofort ist ein mobiles Ultraschallgerät auf dem Notarzteinsatzfahrzeug des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) in Würzburg verfügbar. Möglich ist dies durch die Unterstützung des Universitätsbundes Würzburg durch eine besondere Würdigung und die finanzielle Förderung durch den Baetz-Preis. Die Mittel flossen in die Beschaffung hochmoderner, mobiler Ultraschallgeräte und ermöglichen damit einen entscheidenden Fortschritt in der präklinischen Notfallmedizin.

Solche mobilen Ultraschallgeräte zählen nicht zur Standardausstattung der Fahrzeuge. Ziel des Projekts ist es, lebensbedrohliche Erkrankungen bereits vor Eintreffen im Krankenhaus schneller und präziser zu erkennen. Der mobile Ultraschall erlaubt es Notärztinnen und Notärzten, auch in unklaren Situationen unmittelbar Diagnosen zu stellen – etwa bei inneren Blutungen, Herz- oder Lungenerkrankungen – und die Therapie gezielt einzuleiten.

Unter der Federführung der Klinik und Poliklinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin, Notfallmedizin und Schmerztherapie wurden mit den neuen Geräten zertifizierte Fortbildungskurse etabliert. In diesen Kursen werden sowohl Notärzte als auch Notfallsanitäter geschult. Parallel wurde der mobile Ultraschall fest in die studentische Lehre sowie in die frühzeitige Ausbildung von Assistenzärztinnen und -ärzten integriert.

 

Bereits jetzt befassen sich mehrere Dissertationsprojekte mit neuen wissenschaftlichen Fragestellungen rund um den präklinischen Ultraschalleinsatz. Nun folgte der entscheidende Meilenstein: Ab sofort ist ein mobiles Ultraschallgerät auf dem Notarzteinsatzfahrzeug des Bayerischen Roten Kreuzes in Würzburg verfügbar. Damit nimmt Würzburg eine Vorreiterrolle in Bayern ein.

Die moderne Ultraschalltechnik ist bereits auf dem Rettungshubschrauber der ADAC Luftrettung (Christoph 18) etabliert und bewährt, nun werden auch bodengebundene arztbesetzte Rettungsmittel in der Region mit dieser Diagnostik ausgestattet. "Die Notfallmedizin hat in Würzburg einen sehr hohen Stellenwert. Auf unterschiedlichen Ebenen nehmen wir schon seit Jahren eine Vorreiterrolle ein", betont Prof. Dr. Thomas Wurmb, Leiter der Sektion Notfall- und Katastrophenmedizin der Klinik und Poliklinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin, Notfallmedizin und Schmerztherapie.

Auch Prof. Dr. Patrick Meybohm, Direktor der Klinik und Poliklinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin, Notfallmedizin und Schmerztherapie, unterstreicht die Bedeutung des Projekts: "Der mobile Ultraschall stellt einen großen medizinischen Fortschritt dar, den wir in der Anästhesiologie, Intensiv- und Notfallmedizin konsequent voranbringen."

Die Projektleiter Christian Zech, Oberarzt der Klinik und PD Dr. Maximilian Kippnich ebenfalls Oberarzt und stv. Chefarzt des Kreisverbandes Würzburg der Bayerischen Roten Kreuzes, heben insbesondere die enge Kooperation hervor: "Das erfolgreiche Projekt basiert vor allem auf der seit Jahren sehr vertrauensvollen Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Roten Kreuz und den Notfallsanitäterinnen und -sanitätern vor Ort."

Bei diesem Text handelt es sich um eine Pressemitteilung.