Die Kriminalpolizei Würzburg hatte bereits im November 2019 mehrere sogenannte "CBD"-Shops in Würzburg und Schweinfurt durchsucht. Nach jetzigem Abschluss der Ermittlungen erhärtet sich der Tatverdacht gegen die Ladenbetreiber. Ihnen wird unter anderem der strafbare Handel mit Betäubungsmitteln vorgeworfen. Die Staatsanwaltschaft hat daraufhin Anklage erhoben. 

Bei der damaligen Durchsuchung stellten die Polizisten zahlreiche Cannabisprodukte sicher. Entgegen den Bestimmungen des Betäubungsmittelgesetzes verkauften verschiedene Landebetreiber - online wie im Geschäft - einen sogenannten Nutzblütentee, der aus unverarbeiteten Marihuanadolden beziehungsweise -blüten besteht. 

Nutzblütentee nicht zulässig: mehrere Verstöße gegen Betäubungsmittelgesetz

In dem Tee konnten THC-Wirkstoffgehalte von bis zu 0,3 Prozent nachgewiesen werden. Da der Nutzblütentee für den An- und Verkauf eine Erlaubnis nach dem Betäubungsmittelgesetzt gebraucht hätte, diese aber nicht vorlag und auch keine Ausnahmeregelung greift, wie zum Beispiel ein wissenschaftlicher oder gewerblicher Zweck, gilt der Tee als nicht zulässig. Das berichtet das Polizeipräsidium Unterfranken in einer Pressemitteilung. 

Was die betäubungsrechtlichen Verstöße betrifft, lautet der Tatvorwurf im Einzelnen zum Beispiel vorsätzliches gewerbsmäßiges unerlaubtes Handeltreiben mit Betäubungsmitteln oder unerlaubte Abgabe von Betäubungsmitteln an Minderjährige. Die Staatsanwaltschaft hat nun Anklage beim Amtsgericht Würzburg erhoben.