Würzburg beschließt neues Fußverkehrskonzept - "sicherer, komfortabler"
Autor: Redaktion
Würzburg, Freitag, 03. Juli 2026
Die Stadt Würzburg will den Fußverkehr mit einem neuen Konzept stärken.
Der Stadtrat der Stadt Würzburg hat das Fußverkehrskonzept für die Stadtteile Altstadt, Grombühl, Sanderau und Zellerau beschlossen. Mit dem Beschluss liegt erstmals ein umfassender Leitfaden vor, um das Zufußgehen in Würzburg künftig systematisch sicherer, komfortabler und attraktiver zu gestalten.
Das Fußverkehrskonzept wurde im Auftrag der Koordinierungsstelle Nachhaltige Mobilität der Stadt Würzburg mit fachlicher Unterstützung und Begleitung durch den Fußverkehrsbeauftragten erarbeitet und durch das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz gefördert. Ziel ist es, Defizite insbesondere bei Aufenthaltsqualität, Barrierefreiheit, Querungen und Verkehrssicherheit zu identifizieren und daraus ein zukunftsfähiges Maßnahmenprogramm zur Stärkung des Fußverkehrs zu entwickeln.
"Wer eine lebenswerte Stadt gestalten will, muss das Zufußgehen mitdenken. Die meisten Wege beginnen und enden zu Fuß – unabhängig davon, welches Verkehrsmittel dazwischen genutzt wird. Mit dem Fußverkehrskonzept schaffen wir eine fundierte Grundlage, um Würzburg Schritt für Schritt sicherer, barrierefreier und attraktiver für alle Menschen zu machen. Gleichzeitig setzen wir ein klares Zeichen für mehr Aufenthaltsqualität und eine nachhaltige Stadtentwicklung," erklärt Oberbürgermeister Martin Heilig.
Im Fokus stehen neben der Altstadt die Stadtteile Grombühl, Sanderau und Zellerau. Die Auswahl geht auf den interfraktionellen Antrag "Besser leben im Bischofshut" zurück, mit dem der Stadtrat die Aufenthaltsqualität in der Innenstadt und den angrenzenden Stadtteilen verbessern und den Fußverkehr als eigenständige Form der Mobilität stärken wollte.
Ein zentrales Ergebnis des Fußverkehrskonzepts sind sieben gesamtstädtisch gültige Leitlinien. Sie reichen von sozialer Teilhabe und durchgängiger Barrierefreiheit über bessere Erreichbarkeit im Fußverkehr und eine gerechtere Verteilung des Straßenraums bis hin zu attraktiven, klimaangepassten Stadträumen und einer stärkeren Verknüpfung mit anderen Verkehrsformen.
Ergänzend wurden Qualitätsstandards als Zielwerte für die Gesamtstadt definiert, die künftig bei Neu- und Umgestaltungen des Straßenraums berücksichtigt werden sollen und als fachlicher Maßstab für eine fußverkehrsfreundliche Planung dienen.
Darauf aufbauend enthält das Konzept sowohl stadtweite Handlungsansätze als auch stadtteilspezifische Schwerpunkte. In besonders sensiblen oder stark genutzten Bereichen, sogenannten Fokusräumen, wurden erhöhte Handlungsbedarfe identifiziert, die eine Grundlage für die Priorisierung künftiger Maßnahmen bilden.