Mit einer groß angelegten Durchsuchungsaktion am vergangenen Mittwochmorgen (29.09.2021) ist den Ermittlern der Kriminalpolizei Würzburg in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Würzburg ein weiterer empfindlicher Schlag gegen die örtliche Drogenkriminalität gelungen. Unter anderem mit Unterstützung von Kräften der Bereitschaftspolizei durchsuchten die Fahnder insgesamt 19 Objekte im Raum Würzburg und Kitzingen, wie das Polizeipräsidium Unterfranken und die Staatsanwaltschaft Würzburg mitteilen.

Sichergestellt wurden größere Mengen Betäubungsmittel sowie verschiedene Waffen, darunter eine scharfe Schusswaffe. Zwei Männer wurden vorläufig festgenommen. Intensive Ermittlungen im Bereich des organisierten Drogenhandels der Würzburger Kripo, deren Ursprung bereits im Dezember 2020 liegen, haben die Rauschgiftfahnder zu mehreren Personennetzwerken geführt, welche im Raum Unterfranken einen schwunghaften Handel mit Betäubungsmitteln sowie rezeptpflichtigen Arzneimitteln betrieben.

Rauschgiftfahndung: Festnahmen im zweistelligen Bereich - Sicherstellungen im Kilo-Bereich

Aufgrund vorangegangener Feststellungen vor Ort sowie der Sicherstellung einer scharfen Schusswaffe und Munition kamen bei insgesamt sechs Durchsuchungsaktionen in den letzten Monaten mehrere Spezialeinheiten der bayerischen Polizei zum Einsatz. Insgesamt nahmen die Polizisten seit Mai 2021 16 Personen vorläufig fest, gegen 14 Beschuldigte wurde Haftbefehl erlassen.

In Summe ermittelt die Kriminalpolizei mittlerweile gegen 56 Personen im Großraum Würzburg. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Würzburg konnten Durchsuchungsbeschlüsse für 59 Objekte erwirkt werden. Bei der Durchsuchung, darunter Wohnanwesen, Werkstätten und Gastronomiebetriebe, erfolgten Sicherstellungen von Betäubungsmitteln im Kilobereich, unter anderem von rund 8 Kilogramm Marihuana, 1,3 Kilogramm Haschisch, 1,2 Kilogramm Amphetamin, 280 Ecstasy-Tabletten, 130 Gramm Kokain, 100 Gramm MDMA, 80 Gramm Crystal, 50 LSD-Trips sowie weitere Kleinmengen verschiedenster Betäubungsmittel.

Auch stießen die Beamten auf Bargeld im mittleren fünfstelligen Bereich sowie Kryptowährungen, die möglicherweise aus Rauschgiftgeschäften stammen könnten, und auf drei Pkw, die zur Vorbereitung der Einziehung als Tatmittel beschlagnahmt wurden. Aufgrund der bislang geführten Ermittlungen werden den verschiedenen Täter-Gruppierungen außerdem die Beschaffung von weiteren 1,2 Kilogramm Crystal- Meth, 6,5 Kilogramm Amphetamin, 6 Kilogramm Marihuana und 1 Kilogramm Kokain vorgeworfen.

Ermittlungen gegen insgesamt 56 Personen im Großraum Würzburg 

Auch müssen sich mehrere Beschuldigte aufgrund von sichergestellten Schuss- und Schreckschusswaffen sowie Munition wegen Verstößen gegen das Waffengesetz verantworten. Ihren Abschluss haben die Ermittlungen nun in einer konzertieren Aktion am vergangenen Mittwochmorgen gefunden. Hier durchsuchten Kräfte des Unterstützungskommandos Würzburg, der Bereitschaftspolizei, der Polizeiinspektionen Würzburg Land und Kitzingen sowie der Zentralen Einsatzdienste Würzburg insgesamt 19 Objekte im Raum Würzburg und Kitzingen.

Auch Diensthundeführer waren mit Betäubungsmittel- und Sprengstoffhunden im Einsatz. Es kamen unter anderem 200 Gramm Marihuana, 200 Gramm Amphetamin sowie 30 Gramm Kokain und weitere Kleinstmengen verschiedener Betäubungsmittel und verschreibungspflichtiger Arzneimittel zum Vorschein. Auch eine scharfe Schusswaffe stellten die Beamten sicher.

Zwei Männer im Alter von 28 und 34 Jahren wurden vorläufig festgenommen. Gegen den Älteren bestand bereits ein Vollstreckungshaftbefehl, der Jüngere wurde am Donnerstag dem Ermittlungsrichter vorgeführt. Gegen ihn wurde auf Antrag der Staatsanwaltschaft Würzburg Haftbefehl wegen des dringenden Verdachts des bewaffneten unerlaubten Handels mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge erlassen, welcher unter Auflagen außer Vollzug gesetzt wurde.

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Vorschaubild: © Sven Hoppe (dpa) (Symbolbild)