Im Industriegebiet in Würzburg gab es am Dienstag (4. Mai 2021) einen Großeinsatz der Feuerwehr. Aus einem Paket drang eine zunächst unbekannte Flüssigkeit aus, die sich im Verlauf des Einsatzes als radioaktiv erwies.

Nachdem in der Lagerhalle einer Spedition an der Delpstraße im Würzburger Stadtteil Rottenbauer aus einem als "radioaktives Gefahrgut" gekennzeichneten Paket eine Flüssigkeit austrat, wurde ein Großaufgebot an Einsatzkräften von Feuerwehr und Rettungsdienst alarmiert. Wie die Integrierte Leitstelle mitteilt, bestand zu keinem Zeitpunkt Gefahr für die Bevölkerung.

Flüssigkeit läuft aus: Großeinsatz der Feuerwehr

Um 09.12 Uhr ging bei der Integrierten Leitstelle Würzburg der Notruf ein, dass aus einem als radioaktiv gekennzeichneten Paket bei einer Spedition im Stadtteil Rottenbauer eine kleine Menge Flüssigkeit austreten würde. Umgehend wurde der Gefahrgutzug der Berufsfeuerwehr, mehrere freiwillige Feuerwehren aus Stadt und Landkreis Würzburg, der Rettungsdienst sowie die Polizei alarmiert. Vor Ort war die Halle bereits geräumt, sodass ein Trupp mit Schutzausrüstung und schwerem Atemschutz in den Gefahrenbereich vorgehen konnte, um die Lage vor Ort mit speziellen Messgeräten zu erkunden. 

"Vier Mitarbeiter der Spedition hatten zuvor Kontakt mit der Flüssigkeit gehabt und wurden vom Rettungsdienst versorgt", heißt es im Pressebericht. Die Messungen am Paket ergaben, dass von der Flüssigkeit keine direkte Gefahr ausgeht. So konnten die Flüssigkeitsreste mit einem Chemikalienbinder aufgenommen werden und das beschädigte Paket in ein spezielles Fass umgelagert werden, worin es dann vom Empfänger des Pakets abgeholt werden kann.

Die vier Mitarbeiter der Spedition blieben schlussendlich unverletzt und konnten ihre Arbeit wieder aufnehmen. Für die insgesamt ungefähr 50 Einsatzkräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst war der Einsatz nach rund zwei Stunden beendet. Während der Maßnahmen war die Delpstraße komplett gesperrt.