Würzburg: Partnerin brutal getötet - Anklage fordert harte Strafe
Autor: Alexander Milesevic, Agentur dpa
Würzburg, Dienstag, 27. Januar 2026
Kontrolle, Drohungen, tödliche Eifersucht: Der Partner einer zweifachen Mutter ist enorm eifersüchtig - jetzt steht er wegen Mordes an der zweifachen Mutter vor Gericht. Die Staatsanwaltschaft forderte nun eine außerordentlich harte Strafe.
Update vom 27. Januar 2026: Mann soll Partnerin erstochen haben - Staatsanwaltschaft fordert harte Strafe
Mehr als neun Monate nach dem gewaltsamen Tod einer Frau in Würzburg hat die Staatsanwaltschaft eine lebenslange Haftstrafe für den Angeklagten gefordert. Zudem sollte die besondere Schwere der Schuld festgestellt werden, sagte Oberstaatsanwalt Thorsten Seebach vor dem Landgericht Würzburg. Damit wäre eine Entlassung des heute 46-Jährigen nach 15 Jahren Haft nahezu ausgeschlossen.
Die Nebenklage schloss sich der Forderung der Staatsanwaltschaft an. Die Verteidigung soll am 13. Februar plädieren. An diesem Tag ist dann auch das Urteil möglich. Der Angeklagte steht wegen Mordes vor Gericht. Der frühere Partner des Opfers hatte zu Prozessauftakt zu den Vorwürfen geschwiegen, sein Verteidiger hatte die Tat aber später im Namen seines Mandanten eingeräumt. Die Ermittler vermuten, dass der Mann die 45-Jährige aus Eifersucht getötet hat.
Nach Darstellung der Anklage fügte der Aserbaidschaner der Frau am 8. April 2025 dutzende Stichverletzungen mit drei Messern zu und strangulierte sein Opfer. Vor der Tat soll sich das Paar, das sich 2012 kennengelernt haben soll, öfter gestritten haben und auch zeitweise getrennt gewesen sein. Die Frau hatte zwei Töchter, eine davon mit dem Angeklagten.
Update vom 11. Januar 2026: Partnerin aus Eifersucht getötet? Angeklagter schweigt
Rund neun Monate nach dem gewaltsamen Tod einer Frau in Würzburg hat ihr wegen Mordes angeklagter früherer Partner zu Prozessauftakt geschwiegen. Die Tochter der getöteten 45-Jährigen sagte vor dem Landgericht Würzburg, ihre Mutter habe noch eine Woche vor der Tat gewollt, dass der Mann aus ihrer Wohnung ausziehe. Der Angeklagte ist nicht der Vater der 25-jährigen Frau.
Das Opfer hatte mit dem Angeklagten allerdings eine zwölfjährige Tochter. Das Kind hatte in seiner richterlichen Vernehmung berichtet, der Vater habe die Mutter immer wieder zur Kontrolle angerufen, sei eifersüchtig gewesen. Der Bruder der Getöteten sagte vor Gericht, der Angeklagte habe seine Lebensgefährtin im Streit angeschrien und gesagt: "Sei ruhig Frau. Du hast gar nix zu sagen. Ich habe das Sagen."
Nach Darstellung der Ermittler fügte der Aserbaidschaner der Frau am 8. April 2025 dutzende Stichverletzungen mit drei Messern zu und strangulierte sein Opfer. Vor der Tat soll sich das Paar, das sich 2012 kennengelernt haben soll, öfter gestritten haben und auch zeitweise getrennt gewesen sein.
Partner mit Morddrohungen gegen die zweifache Mutter - Motiv Eifersucht?
"Der Angeklagte war krankhaft eifersüchtig", sagte Oberstaatsanwalt Thorsten Seebach bei der Anklageverlesung. "Er ging davon aus, dass die Geschädigte Kontakte zu anderen Männern unterhielt." So soll der 45-Jährige das Opfer mehrfach unaufgefordert auf der Arbeit aufgesucht haben - auch in der Nachtschicht, um seine Partnerin zu kontrollieren.