Druckartikel: Abkochgebot für ganz Würzburg: Krankheitserreger im Trinkwasser

Abkochgebot für ganz Würzburg: Krankheitserreger im Trinkwasser


Autor: Redaktion

Würzburg, Mittwoch, 10. Juni 2026

Für das gesamte Stadtgebiet von Würzburg sowie für Gerbrunn gilt aktuell eine Abkochverordnung für das Leitungswasser wegen Baktieren. Was die Einwohner jetzt beachten müssen..


Bei der routinemäßigen Trinkwasseruntersuchung wurde am Mittwoch (10. Juni 2026) in einem Pumpwerk eine Verunreinigung mit Enterokokken nachgewiesen. Aktuell muss das Trinkwasser im gesamten Versorgungsbereich der Würzburger Versorgungs- und Verkehrs-GmbH (WVV) auf Anordnung des Gesundheitsamtes vor dem Verzehr abgekocht werden. Betroffen sind die Stadt Würzburg und Gerbrunn.

Folgendes rät die WVV: Das Trinkwasser sollte vor der Benutzung sprudelnd aufgekocht und dann mindestens zehn Minuten langsam abgekühlt werden. Zur Bereitung von Nahrung, zum Zähneputzen und zur Reinigung offener Wunden soll ausschließlich abgekochtes Wasser verwendet werden. Für die Toilettenspülung, zum Duschen und Händewaschen kann das Leitungswasser wie üblich genutzt werden. Das Abkochen des Wassers sei eine Vorsichtsmaßnahme zum Zweck, möglicherweise enthaltene Keime abzutöten. Vor allem für die Zubereitung von Säuglingsnahrung sollte ausschließlich abgekochtes oder abgepacktes stilles Mineralwasser verwendet werden, wie das Landratsamt Würzburg mitteilt. 

WVV sucht intensiv nach der Ursache für die Trinkwasser-Verunreinigung

Probleme kann es nach Angaben des Landratsamtes auch bei der Verwendung haushaltsüblicher Geschirrspülmaschinen geben. Nur wenn sichergestellt ist, dass beim abschließenden Klarspülvorgang eine Wassertemperatur von 80 bis 85 Grad in der Maschine herrscht, kann bei geltender Abkochverordnung eine Geschirrspülmaschine bedenkenlos genutzt werden.

Die WVV arbeitet nach eigenen Angaben aktuell mit Hochdruck daran, die Ursache für die Wasserverunreinigung aufzudecken, um deren Auswirkungen eingrenzen zu können. Das Wasser werde im gesamten Versorgungsgebiet engmaschig untersucht. Sollte es bei einem Einzelbefund bleiben, müssten nach Angaben des Versorgers keine Desinfektionsmaßnahmen eingeleitet werden.

Sobald das Wasser wieder ohne Bedenken genutzt werden kann, wird dies online unter wvv.de/trinkwasser, über die Presse, die MeineWVV-App und die Social Media-Kanäle der WVV bekannt gegeben. Bürger können sich telefonisch unter 0931/36-1155 über die Trinkwasserversorgung informieren.