Für seinen guten Freund Adrian ist Siggi aus Franken ein "liebevoller Mensch" - der gerade aber auf Hilfe angewiesen ist. Dahinter steckt ein schwerer Schicksalsschlag.
Stolze 51 Jahre - sein gesamtes Berufsleben - zahlte der 65-jährige Siggi aus Treuchtlingen im mittelfränkischen Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen in die Rentenkasse ein. Im Dezember 2025 geht er in Rente - aber das Geld reicht trotzdem nicht. Gerade mal 1300 Euro bekommt er, gerade genug, um seine Wohnung zu bezahlen. Alles andere – Strom, Essen, Kleidung – muss der Senior über eine 40-Stunden-Woche als Greenkeeper in einem Golfclub finanzieren.
Und als wäre das nicht genug, folgt im April dieses Jahres ein schwerer Schicksalsschlag: Siggi bekommt die Schockdiagnose Bauchspeicheldrüsenkrebs. Adrian Menzel - ein guter Freund von Siggi - startete wegen der Krankheit einen Spendenaufruf: Hier kannst du Siggi helfen.
Gebürtiger Nürnberger Siggi kämpft gegen Krebs
Zwar hat Siggi Wohngeld beantragt, doch es dauert, bis die Mühlen der Bürokratie anlaufen. Ob der finanziellen Not musste Siggi inzwischen sogar sein Auto wieder zurück zum Händler bringen – und das, während er eigentlich versucht, gesund zu werden.
Siggi kommt ursprünglich aus Nürnberg und hat dort Zeit seines Lebens als Koch gearbeitet, bevor es ihn vor zehn Jahren nach Treuchtlingen zog – auch der Arbeit auf dem Golfplatz wegen. "Er tut alles dafür, dass er den Krebs besiegt", sagt Menzel inFranken.de. Aktuell befinde sich Siggi in der dritten Runde der Chemotherapie.
"Die ersten zwei Zyklen waren sehr hart für ihn", berichtet Menzel. "Er wiegt nur noch 62 Kilo. Er hat nichts mehr essen können, hatte keinen Appetit. Er war nur noch auf dem Sofa, weil ihm die Kraft gefehlt hat." Seit dieser Woche gehe es ihm allerdings den Umständen entsprechend besser. Die Diagnose kam überraschend, trotz familiärer Vorbelastung. Siggis Mutter verstarb bereits an Bauchspeicheldrüsenkrebs, genau wie sein Bruder.
Siggi musste zwei seiner Schätze verkaufen
"Siggi ist ein total aufgeschlossener, zuvorkommender, liebevoller Mensch, der für alle anderen da ist. Er schaut immer erst auf andere, bevor er auf sich selbst schaut", sagt Menzel. "Er ist bekannt wie ein bunter Hund." Das kommt auch von Siggis Engagement im Masken- und Brauchtumsverein "Heidecker Hexenstube". Dort ist Siggi der zweite Vorstand, aktuell vertritt ihn Menzel. Daher kennen sich die beiden.
Dort geht es um das Brauchtum alter Sagen, Rituale und regionaler Mythen. Die Mitglieder nehmen in aufwendiger Verkleidung mit Holzmasken etwa an Faschings- und Brauchtumsumzügen teil. Es geht laut Menzel in Richtung Perchten – dämonische Sagengestalten, die besonders in den Rauhnächten den Winter und böse Geister austreiben sollen. "Jeder hat handgeschnitzte Masken und ein selbstgebasteltes Gewand", erläutert Menzel. "Wir sind eine reine Hexengruppe – nur Hexen und Hexer."
Der gute Mann hat 51 Jahre in die Rentenversicherung einbezahlt. Ober er nun Voll- oder Teilzeit gearbeitet hat sei mal dahin gestellt. Hunderttausende sind in den letzten Jahren gekommen die nichts eingezahlt haben und die dem Staat mit Unterkunft, Essen, Betreuung mehr als 1300,00 Euro im Monat kosten. Irgendwie haben wir da eine dramatische Schieflage.
Da hat er wohl zu wenig Rentenpunkte erarbeitet. Aus dem Artikel geht nicht hervor, Teilzeit oder Vollzeitarbeit, Bruttoverdienst usw.
Ich wünsche Siggi viel Kraft!!
Respekt an seine Freunde die ihn unterstützen!!
Meine Verachtung an die jetzige Politik!!
Viele Menschen haben immer noch die Vorstellung, ihre Rentenbeiträge würden für die eigene Rente angespart. Tatsächlich basiert die gesetzliche Rentenversicherung auf dem Umlageverfahren: Die heutigen Beitragszahler finanzieren die heutigen Rentner. Deshalb haben viele Menschen zusätzlich privat vorgesorgt und dafür bereits versteuertes Einkommen eingesetzt. Wenn bei der Auszahlung dann auch noch Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung anfallen, fühlen sich viele zu Recht doppelt zur Kasse gebeten. Wer Eigenverantwortung übernimmt und für das Alter vorsorgt, sollte dafür nicht bestraft, sondern ermutigt werden, Ich gehe davon aus, dass die Regierung die private Vorsorge künftig noch stärker belasten wird.