Am Mittwochnachmittag (2. September 2020) fiel einer Streife in Solnhofen (Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen) ein nicht alltägliches Gefährt auf, berichtet die Polizei. Vor dem Streifenwagen fuhr mit rund 20 km/h ein 50-jähriger Mann mit einem selbst gebauten Fahrrad, das einen Anhänger mit Kleinkind zog. Die Polizei stoppte das Gefährt und die Beamten schauten sich den Eigenbau genauer an.

Am älteren Fahrrad war ein Benzinmotor angebaut und an der Stange ein Tank installiert worden. Der Fahrer erklärte den erstaunten Beamten ganz stolz, dass der Eigenbau ohne den schweren Kinderanhänger noch deutlich schneller als die 20 km/h fahren würde. Offensichtlich war es dem 50-Jährigen zu anstrengend, im hügeligen Solnhofen ein normales Fahrrad zu benutzen, so die Polizei.

Polizei zieht "Motor-Fahrrad" aus dem Verkehr: Besitzer hatte Benzinmotor und Tank installiert

Gegen den Fahrradbesitzer, der natürlich keine Fahrerlaubnis für seinen Eigenbau besitzt, wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Fahren ohne Fahrerlaubnis, Vergehen nach dem Pflichtversicherungsgesetz, sowie der Straßenverkehrszulassungsordnung und der StVO eingeleitet.

Die Weiterfahrt wurde dem Mann untersagt, eine straßenverkehrsrechtliche Zulassung wird er für seinen Eigenbau wohl nicht erhalten. Die Beamten erklärten dem 50-Jährigen, dass er sein Zweirad auch im bergigen Solnhofen doch mit Muskelkraft bewegen muss, da er sein selbstgebautes "Motor-Fahrrad" nicht weiterfahren darf.

Auf der Michelauer Kirchweih sorgte ebenfalls ein außergewöhnliches Gefährt für Aufsehen. Einige Anwohner hatten sich ein ungewöhnliches Transportmittel ausgedacht.