Landkreis Schweinfurt: Explosionsgefährlicher Stoffe lösen SEK-Einsatz aus
Autor: Agentur dpa, Redaktion
Schweinfurt, Freitag, 01. Sept. 2023
Durch einen möglichen Kauf von Stoffen, die zur Herstellung von Sprengstoff geeignet sind, gelangte ein 40-Jähriger aus dem Landkreis Schweinfurt ins Visier des LKA. Wie sich herausstellte, trat der Mann bereits mehrfach wegen Sprengstoffdelikten in Erscheinung.
Bei einem 40-jährigen Mann im Landkreis Schweinfurt hat das Bayerische Landeskriminalamt (LKA) mutmaßlich explosionsgefährliche Stoffe sichergestellt. Der Beschuldigte hatte die Stoffe möglicherweise besorgt, um Sprengstoff herzustellen, teilte das LKA am Freitag (01. September 2023) mit.
Neben einem verdächtigen Gemisch chemischer Stoffe fanden die Beamten bei der Durchsuchung am Freitag nach eigenen Angaben auch mehrere Waffen. Dabei sei dem Mann Waffenbesitz verboten worden. Der Beschuldigte sei bereits mehrfach wegen Sprengstoffdelikten in Erscheinung getreten und stünde derzeit unter Führungsaufsicht.
Explosionsgefährliche Stoffe und Waffen sichergestellt - Staatsanwaltschaft stellt Haftbefehlsantrag
Jetzt wird gegen den 40-Jährigen wegen eines Vergehens nach dem Waffengesetz und Verstoßes gegen Weisungen während der Führungsaufsicht ermittelt. Außerdem besteht der Verdacht der Herstellung und des Besitzes von explosionsgefährlichen Stoffen ohne Erlaubnis. Das ist nach dem Sprengstoffgesetz strafbar.
Aufgrund der Gefährlichkeit der Stoffe waren bei der Durchsuchung das Sondereinsatzkommando (SEK) gemeinsam mit der technischen Sondergruppe (TSG) vor Ort.
Anhaltspunkte für einen politischen Hintergrund bestünden derzeit nicht. Die Staatsanwaltschaft Schweinfurt wird einen Haftbefehlsantrag stellen, über den anschließend das Amtsgericht entscheiden muss.