A9 im Kreis Roth: Unfall nach Raucherpause auf Autobahnbaustelle
Autor: Kyrill Wunderlich
Hilpoltstein, Sonntag, 02. August 2026
Ein 35-Jähriger macht auf einer Autobahnbaustelle eine Raucherpause und verursacht danach umgehend einen Unfall. Die Polizei stellt später gleich zwei schwere Vergehen fest.
In der Nacht auf Samstag (1. August 2026) hatte ein Autofahrer offenbar das dringende Bedürfnis, eine Raucherpause einlegen zu müssen. Der Mann, der gerade auf der A9 in Richtung München unterwegs war, hielt gegen 2.45 Uhr kurzerhand im abgesperrten Bereich einer Baustelle zwischen den Anschlussstellen Hilpoltstein und Greding an.
Anschließend fuhr der 35-Jährige unvermittelt wieder auf die Fahrbahn. Seine Fahrzeugbeleuchtung schaltete er dabei nicht an, wie die Verkehrspolizeiinspektion Feucht berichtet. Zudem achtete er nicht auf den Verkehr und übersah dadurch einen herannahenden Lastwagen. Dessen 58-jähriger Fahrer legte umgehend eine Gefahrenbremsung ein, konnte einen Zusammenstoß aber nicht mehr verhindern. Der Lastwagen prallte gegen das rechte Heck des Autos, schildert die Verkehrspolizei Feucht.
Unfall auf A9 im Kreis Roth: Autofahrer unter Alkohol- und Drogeneinfluss
Das Auto wurde "durch den Aufprall um den Sattelzug herumgeschleudert und blieb schließlich entgegen der Fahrtrichtung auf dem Seitenstreifen stehen". Beide Fahrzeuge wurden anschließend aufgrund der entstandenen Schäden abgeschleppt. Auch die Schutzplanke der Baustellenabsicherung kam zu Schaden. Der Gesamtschaden liegt bei rund 34.000 Euro.
Im Rahmen der Unfallaufnahme kamen mehrere Vergehen ans Tageslicht: Die Polizei bemerkte "leichten Alkoholgeruch" und "drogentypische Auffälligkeiten" bei dem 35-Jährigen, wie aus dem Polizeibericht hervorgeht. Ein Atemalkoholtest und ein Drogenvortest bestätigten den Verdacht, weswegen die Entnahme einer Blutprobe angeordnet wurde.
Zudem verfügt der Mann über keinen gültigen Führerschein. Nun wird wegen Gefährdung des Straßenverkehrs und Fahrens ohne Fahrerlaubnis gegen ihn ermittelt.