Als ein Radfahrer vergangene Woche an den Polizisten einer Verkehrsstreife in Ostheim v. d. Rhön vorbeifuhr, staunten die Beamten nicht schlecht. Sie konnten sich zunächst nicht erklären, warum der Radfahrer mit seinem Fahrrad verkabelt war.

Bei der anschließenden Verkehrskontrolle stellten die Polizisten dann vor allem das handwerkliche Geschick des 35-jährigen Radfahrers fest. 

Selbstgebautes E-Bike: 42 km/h ohne in die Pedale zu treten

Der hatte sein Fahrrad selbst zu einem E-Bike umgebaut. Die Kabel führten vom Rad in den Rucksack, in dem mehrere Akkus waren. So erreichte sein selbstgebautes E-Bike rund 42 Kilometer pro Stunde, ohne dass der 35-Jährige in die Pedale treten musste. Trotzdem stand für die Polizisten neben dem offensichtlichen handwerklichen Geschick auch fest, dass diese Art der Modifikation verboten ist. 

Den 35-Jährigen erwartet nun ein Strafverfahren wegen eines Verstoßes gegen das Pflichtversicherungsgesetz. Außerdem laufen die Ermittlungen, ob er über die erforderliche Fahrerlaubnis verfügt. Das ungewöhnliche Fahrrad bleibt ebenfalls bei der Polizeiinspektion Unterfranken.