Am Mittwoch, den 26.08.2020, um 6:05 Uhr kam es in Bad Neustadt an der Saale an der Einmündung Brückenstraße/Gartenstraße erneut zu einem Verkehrsunfall. Das berichtete die Polizeiinspektion Bad Neustadt. Nachdem es an dieser berüchtigten Einmündung in den vergangenen 5 Jahren zu 21 Unfällen gekommen ist, ergreift die Stadt jetzt Maßnahmen.

Auf Nachfrage von inFranken.de bestätigte Andreas Schlagmüller, Stadtkämmerer von Bad Neustadt, dass die gefährliche Einmündung in Absprache mit der Polizei entschärft werden soll.

"Die Stadt Bad Neustadt an der Saale bedauert es zutiefst, das es an der Einmündung Brückenstraße/Gartenstraße aufgrund einer Unachtsamkeit eines Verkehrsteilnehmers erneut zu einem Verkehrsunfall kam", so Schlagmüller. "Um dies für die Zukunft möglichst zu vermeiden, werden wir mit der Polizei Maßnahmen zur Entschärfung dieser Stelle absprechen und dann umsetzen."

Das Vorhaben soll möglichst bald realisiert werden: "Sobald die hierfür entscheidenden Personen unseres Hauses aus ihrem Jahresurlaub zurück sind."

Zuvor hatte die Polizei Bad Neustadt auf eine Entschärfung des Gefahrenpunktes gedrängt (siehe ursprüngliche Meldung).

Ursprüngliche Meldung vom 26.08.2020: Fahrradfahrerin bei Unfall schwer verletzt

Schwerer Unfall in Bad Neustadt an der Einmündung Brückenstraße/Gartenstraße: Ein 56-jähriger Autofahrer fuhr demnach mit seinem Wagen auf der Gartenstraße in Fahrtrichtung des Kreisverkehres. Auf dem Fahrradweg kam eine 61-jährige Frau auf ihrem Pedelec, Marke Prophet, entgegen. Die Fahrerin des Pedelecs hatte ihr Licht eingeschaltet und trug keinen Helm.

Der Fahrer des Pkw bog nach rechts in die Brückenstraße ab und übersah dabei die entgegenkommende, vorfahrtsberechtigte Fahrradfahrerin. Es kam zum Zusammenstoß, die Frau schlug mit dem Kopf auf der Windschutzscheibe des Pkw auf.

Die Frau erlitt bei dem Verkehrsunfall schwere Verletzungen und wurde vom BRK ins Krankenhaus gebracht. 

Horror-Kreuzung: 21 Unfälle in 5 Jahren

Seit 2015 kam es an der Einmündung Brückenstraße/Gartenstraße zu 21 polizeilich registrierten Verkehrsunfällen. Sechsmal wurden hierbei Fahrradfahrer in Mitleidenschaft gezogen, teilweise auch mit schweren Verletzungen.

"Bei dieser Einmündung handelt es sich nach polizeilicher Einschätzung um einen Gefahrenpunkt, welcher unbedingt entschärft werden muss", so die Polizei Bad Neustadt. "Da der Fahrradfahrer bei dieser Einmündung derzeit noch Vorfahrt vor dem normalen Fahrzeugverkehr hat, kommt es hier immer wieder zu gefährlichen Situationen." Abhilfe könnte aus polizeilicher Sicht eine Änderung dieser Regelung schaffen.

Weiterhin weißt die Polizei darauf hin, dass Fahrradfahrer freiwillig einen Helm tragen sollten, da sie bei Verkehrsunfällen hierdurch wesentlich besser geschützt werden.