Zahlreiche Unfälle auf A6 und A9: Winterliche Verhältnisse sorgen für Chaos auf den Autobahnen

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Am Wochenende kam es wegen der winterlichen Straßenverhältnisse zu einer Vielzahl an Unfällen auf den Autobahnen im Nürnberger Land. Ein Überblick über das Unfallgeschehen auf der A6 und der A9.

Am Wochenende vom Freitag (01. April 2022) bis Sonntag (03. April 2022) ist es zu einer Vielzahl von Verkehrsunfällen im Nürnberger Land gekommen. Grund dafür waren in den meisten Fällen die winterlichen Straßenverhältnisse.

Die Verkehrspolizeiinspektion Feucht gibt einen Überblick.

Unfall auf der A6: Auto prallt in Wildschutzzaun - Fahrerin unverletzt

Am Samstagvormittag (02. April 2022) ist es gegen 10:20 Uhr zu einem Unfall auf der Autobahn A6 in Richtung Waidhaus zwischen dem Autobahnkreuz Altdorf/Leinburg und dem Autobahnkreuz Altfeld gekommen.

Aufgrund der winterlichen Verhältnisse geriet eine Autofahrerin nach rechts von der Fahrbahn ab. Dadurch beschädigte sie einen Wildschutzzaun auf einer Länge von etwa 30 Metern. Die Fahrerin und ihre Beifahrerin kamen ohne Verletzungen davon. Am Auto entstand ein "erheblicher Schaden", das Fahrzeug wurde abgeschleppt.

Der Sachschaden liegt bei etwa 5000 Euro. Die Fahrerin erwartet nun ein Ordnungswidrigkeitsverfahren.

Unfall auf der A9: Auto gerät ins Schleudern und prallt gegen Mittelschutzplanke

Am Samstagmorgen (02. April 2022) ist eine junge Autofahrerin gegen 9:15 Uhr auf der A9 in Richtung Berlin auf der winterglatten Fahrbahn ins Schleudern geraten. Die Fahrerin war gerade zwischen dem Autobahnkreuz Allersberg und dem Autobahndreieck Feucht unterwegs. 

Das Auto prallte gegen die Mittelschutzplanke und kam auf dem Seitenstreifen zum Stehen. Die Frau blieb unverletzt, an dem Auto entstand ein Streifschaden. Die Schutzplanke wurde auf einer Länge von mehreren Metern erheblich beschädigt. Insgesamt beläuft sich der entstandene Schaden auf etwa 3000 Euro. 

Gegen die Fahrerin wurde ein Ordnungswidrigkeitsverfahren eingleitet.

Mit fast zwei Promille am Steuer: Angetrunkener Mann baut Unfall auf der A9

Ein betrunkener Autofahrer hat am Samstagmorgen (02. April 2022) gegen 6:40 Uhr einen Unfall auf der A9 bei Wendelstein in Richtung München gebaut. Der 36-Jährige befand sich kurz vor Allersberg, als sein Fahrzeug wegen der winterlichen Verhältnisse ins Schleudern kam: Das Auto prallte in die rechte Schutzplanke, wurde zurückgeschleudert und blieb schließlich auf dem rechten Fahrstreifen liegen. 

Bei der Unfallaufnahme bemerkten die Beamten der Verkehrspolizeiinspektion Feucht eine Vielzahl leerer Bierflaschen im Fahrerraum des Autos. Ein Alkoholtest beim Fahrer ergab einen Wert von fast zwei Promille. "Gegen den Mann wurde ein Strafverfahren eingeleitet, der Führerschein beschlagnahmt und eine Blutentnahme durchgeführt", erklärt die Polizei.

Am Unfallauto entstand ein Totalschaden, insgesamt beläuft sich der Schaden auf etwa 6000 Euro. Die A9 Richtung München war für die Dauer der Unfallaufnahme teilweise gesperrt.

A6 stundenlang gesperrt: Sattelzug rutscht von Fahrbahn

Am Samstag (02. April 2022) ist ein Sattelzug gegen sechs Uhr morgens auf der A6 bei Altdorf zwischen dem Autobahnkreuz Alfeld und dem Autobahnkreuz Altdorf/Leinburg ins Rutschen geraten. 

Der Fahrer des Sattelzugs war bei winterlichen Verhältnissen nicht mit angepasster Geschwindigkeit unterwegs und befand sich in einem Überholmanöver. Dabei rutschte er nach rechts von der Fahrbahn ab und prallte gegen eine Schutzplanke, an der sich das Fahrzeug verkeilte. Der Auflieger des Sattelzuges blockierte anschließend die gesamte Fahrbahn. Die Bergung des schweren Fahrzeugs führte zu einer stundenlangen Sperrung der A6 in Fahrtrichtung Heilbronn. Die Feuerwehren aus Hohenkemnath und Gebertshofen unterstützten die Einsatzkräfte der Autobahnmeisterei und der Verkehrspolizei Feucht und leiteten der Verkehr an der AS Alfeld von der Autobahn ab.

Der Fahrer des Sattelzuges kam ohne Verletzungen davon. Bei dem Unfall entstand ein Sachschaden in Höhe von etwa circa 20.000 Euro. Gegen den Fahrer wurde ein Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet.

Auto gerät auf der A9 ins Schleudern - Abschleppdienst im Einsatz

Am Freitagabend (01. April 2022) ist ein Autofahrer auf der A9 in Richtung Berlin auf Höhe des Autobahnkreuzes Hormersdorf ins Schleudern geraten. Grund dafür war laut Polizei die "regennasse, teils mit Schneematsch bedeckte Fahrbahn."

Das Auto prallte gegen die rechte Schutzplanke und wurde dabei stark beschädigt. Ein Abschleppdienst musste den Wagen bergen. Der Fahrer blieb unverletzt, ihn erwartet nun ein Ordnungswidrigkeitsverfahren.

Der entstandene Schaden liegt bei etwa 6000 Euro.

Unfall sorgt für Sperrung der A9: Mehrere Personen verletzt - darunter ein Säugling

Am Samstagmorgen (02. April 2022) hat eine Autofahrerin einen folgenschweren Unfall auf der A9 in Richtung Berlin bei Allersberg verursacht. Die Frau fuhr mit ihrem Wagen auf das Wohnwagengespann eines Ehepaares auf. Das Gespann geriet ins Schlingern, der Fahrer verlor die Kontrolle über das Fahrzeug. 

Durch den Aufprall brach die Rückwand des Wohnwagens, sodass sich der Inhalt des Anhängers auf die Autobahn verteilte. Das Gespann kam schließlich teilweise quer zur Fahrbahn auf dem linken und mittleren Fahrstreifen der dreispurigen A9 zum Stehen. Das beschädigte Fahrzeug der Unfallverursacherin blieb auf dem rechten Fahrstreifen stehen. Dadurch waren alle Fahrspuren der A9 blockiert, weswegen sich erheblicher Rückstau bildete. Die Autobahn blieb bis zur Bergung der Fahrzeuge gesperrt, der Verkehr konnte zeitweise nur über die Standspur an der Unfallstelle vorbeigeleitet werden.

Bei dem Unfall zogen sich die Unfallverursacherin sowie ihr 5 Monate alter Säugling leichte Verletzungen zu. Auch das Ehepaar aus dem Wohnwagengespann verletzte sich leicht. Zur Abklärung und ambulanten Behandlung wurden alle beteiligten Personen in umliegende Krankenhäuser eingeliefert. Der entstandene Sachschaden liegt bei etwa 26.000 Euro. Als Unfallursache kommt wohl Unachtsamkeit der Unfallverursacherin in Betracht.

Vorschaubild: © A3542 Karl-Josef Hildenbrand