Wegen behördlicher Auflagen könnten Kirchweihumzüge in Nürnberg verschwinden, befürchtet die CSU. "Insbesondere im Nürnberger Norden ist die Erfüllung mancher Auflagen kaum realisierbar", erklärt die Partei. Die Stadtratsfraktion will nun dagegen vorgehen.
Kirchweihumzüge in Nürnberg drohen an Sicherheitsauflagen zu scheitern: In einem veröffentlichten Schreiben an den Nürnberger Oberbürgermeister fordert die CSU den Erhalt der Kirchweihumzüge. Die Realisierung mancher Auflagen sei kaum machbar, erklärt die Partei in einer Pressemitteilung.
Auflagen bei Kirchweihumzügen: Aufwand für Ehrenamtliche nicht zu stemmen
"Immer mehr ehrenamtliche Veranstalter haben Probleme, die Auflagen für ihre Brauchtumsveranstaltungen rund um die Kirchweih zu erfüllen", beklagt die Nürnberger CSU. Besonders der Norden der Stadt sei betroffen. Die Umzugswagen dort seien oft eigens aufgebaute Themenwagen und könnten nicht mit "normalen" landwirtschaftlichen Anhängern verglichen werden, die zu den Umzügen in den anderen Stadtteilen zum Einsatz kommen. Vor allem der Einsatz von Begleitpersonal zur Sicherung der Achsen beziehungsweise Räder ist mit einem nicht zu stemmenden Aufwand für die Ehrenamtlichen verbunden.
Daher stellt die CSU-Stadtratsfraktion zur Behandlung im zuständigen Ausschuss folgenden Antrag: "Die Verwaltung sucht nach einer Lösung, um den Fortbestand der Kirchweihumzüge zu sichern. Dabei soll eine Möglichkeit gesucht werden, um die bundesweiten Bestimmungen der Ausnahmen von der STVZO und der STVO für den Einsatz bei Brauchtumsveranstaltungen zu erfüllen, ohne für die Umzugswagen technische Einzelabnahmen durchführen zu müssen. Insbesondere ist die Frage zu klären, ob durch Sperrung der Zugstrecke für den öffentlichen Verkehr möglicherweise die Beurteilung nach STVZO und STVO abgewendet und auch die Anzahl der notwendigen Begleitpersonen reduziert werden kann. Notfalls sichert die Stadt Nürnberg die Übernahme der Kosten für zusätzliches externes Sicherheitspersonal, Absperrungen oder andere Maßnahmen zu, die zur Einhaltung der Auflagen für die Kirchweihumzüge benötigt werden."