Starkoch Alexander Herrmann spricht Klartext - "geht um unsere Kinder"
Autor: Isabel Schaffner
Nürnberg, Dienstag, 30. Juni 2026
Bei einem großen Branchentreffen in Nürnberg äußerte TV-Koch Alexander Herrmann einen Herzenswunsch. Mit Blick auf die Kinder wurde der fränkische Promi deutlich.
Die Metropolregion Nürnberg möchte mehr regionales und bio-regionales Essen auf die Teller in kommunalen Kitas und Schulen bringen. Beim Event "GeRTi tischt auf" in Nürnberg trafen sich dafür Caterer, Schulleiterinnen, Politiker, Landwirte und Ernährungsexperten sowie der Sternekoch Alexander Herrmann. Er trat als einer der bekanntesten Verfechter fränkischer Küche als Keynote-Speaker auf.
In seiner Rede mit dem Titel "Regionalität ist Haltung" sagte er: "Letztlich geht es doch um unsere Kinder und die haben es verdient, dass man ihnen etwas Ordentliches kocht." Weiter wird er in einer Pressemitteilung der Metropolregion zitiert: "Wenn wir für die Jüngsten gesund und frisch kochen, dann ist es für ihren Körper und ihre Seele einer der wichtigsten Beiträge, die wir als Gesellschaft leisten können - das wäre ein großer Wunsch von mir."
"Eine absolute Chance": Alexander Herrmann über regionale Küche
Jeder, ob klein oder groß, habe schließlich das Recht, "die DNA einer Region zu schmecken". Zu dieser DNA gehören beispielsweise Coburger Klöße, die Herrmann in der Vox-Sendung "Kitchen Impossible" ordentlich ins Schwitzen brachten. Tim Mälzer forderte ihn heraus, sie ohne ausreichende Kenntnisse zuzubereiten. Zu regionaler Küche im Allgemeinen teilte die Metropolregion auf Instagram ein Statement von Herrmann.
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"Regionale Zutaten sind der Schlüssel für eine Einzigartigkeit, für etwas Besonderes, und auch die Chance für alle Köche und Unternehmer, sich abzuheben von so vielen anderen", bekräftigt er hierin. Unter anderem in Hinblick auf die Konkurrenz zu anderen Regionen sei das "eine absolute Chance". In dem medial begleiteten Format "Knallhart Oma" führt Herrmann auch Lieblingsgerichte von oberfränkischen Seniorinnen in seine Speisekarte ein.
Während des Events der Metropolregion Nürnberg am 16. Juni unterzeichneten Vertreter der Kommunen eine gemeinsame Willensbekundung für den verstärkten Einsatz regionaler und bio-regionaler Lebensmittel in ihren Einrichtungen. Peter Reiß (SPD), Ratsvorsitzender der Metropolregion Nürnberg und Oberbürgermeister von Schwabach, begrüßte den gemeinsamen Auftritt: "Städte, Gemeinden und Landkreise können mit ihren Entscheidungen einen wichtigen Beitrag für eine nachhaltige Ernährung, eine starke regionale Wirtschaft und mehr Versorgungssicherheit leisten", wie er in der Mitteilung zitiert wird.
Weitere Teilnehmer setzen sich für regionale Verpflegung ein
Cornelia Trinkl, Bildungsreferentin der Stadt Nürnberg, schloss sich Herrmanns Appell an: "Kitas und Schulen sind weit mehr als Lernorte - sie sind auch Orte, an denen Kinder und Jugendliche täglich erfahren, was gutes Essen bedeutet. Mit regionalen und bio-regionalen Lebensmitteln fördern wir ihre Gesundheit und den Genuss."
Abteilungsleiterin Alexandra Schenk vom Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Tourismus betonte den wirtschaftlichen wie gesellschaftlichen Mehrwert regionaler Beschaffung: "Zusammenarbeit entlang der regionalen Wertschöpfungsketten zahlt sich aus. Wenn Kommunen regionale und bio-regionale Lebensmittel in der Gemeinschaftsverpflegung einsetzen, stärkt das die heimische Land- und Ernährungswirtschaft und die regionale Wertschöpfung", ließ sie verlauten. "Austausch und Vernetzung zwischen unterschiedlichen Akteuren sind dafür die Basis."