Das Stadthaus Q in Nürnberg eröffnet ab November 2026. Mehrere Ämter ziehen ein, Bürger sollen von kurzen Wegen profitieren.
Die Stadt Nürnberg nimmt das Stadthaus Q auf dem ehemaligen Quelle Areal an der Fürther Straße ab November 2026 schrittweise in Betrieb. Künftig werden insgesamt rund 1 500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung an dem neuen Standort arbeiten. Den Anfang macht im November das Jugendamt. Ebenfalls im November folgt das Amt für Migration und Integration, im Dezember das Sozialamt. Oberbürgermeister Marcus König freut sich, dass das Stadthaus Q in Kürze seine Arbeit aufnimmt: "Es geht weiter auf dem ehemaligen Quelle-Areal. Mit der Eröffnung des Stadthaus Q rückt die Verwaltung noch näher an die Bürgerinnen und Bürger heran. Hier werden Dienstleistungen der Stadt unter einem Dach gebündelt. Denn obwohl wir unsere Services zunehmend digitalisieren, ist mir wichtig, auch vor Ort für die Menschen da zu sein. Das Stadthaus ist ein zentraler Standort der Stadtverwaltung, der Tradition und Zukunft miteinander verbindet. Ich danke allen, die mitgeholfen haben, dieses Projekt umzusetzen."
Finanz- und IT-Referent Thorsten Brehm: "Wir freuen uns sehr, dass wir das Stadthaus Q nun in Betrieb nehmen und für die Bürgerinnen und Bürger öffnen können. Damit beginnt ein neues Kapitel an einem Ort, der für Nürnberg eine besondere Bedeutung hat. Mit dem Stadthaus Q schaffen wir einen modernen Verwaltungsstandort, an dem zahlreiche städtische Angebote gebündelt werden. Zugleich ist das Haus ein Leuchtturmprojekt, von dem wichtige Impulse für die zukünftige Entwicklung unserer Verwaltung ausgehen können."
Viele Einrichtungen unter einem Dach
Auf rund 42 000 Quadratmetern angemieteter Fläche arbeiten künftig zahlreiche Einrichtungen an einem Standort – darunter Ämter mit Publikumsverkehr ebenso wie Dienststellen ohne Parteiverkehr. Das Jugendamt nimmt seinen Betrieb am neuen Standort am Mittwoch, 11. November, auf. Es folgt der Umzug der Zentralen Dienste. Das Amt für Migration und Integration öffnet am Montag, 30. November, für Publikumsverkehr, das Sozialamt am Mittwoch, 9. Dezember. Zu einem späteren Zeitpunkt folgen beispielsweise das Amt für Informationstechnologie, das Amt für Digitalisierung und Prozessorganisation, das Bürgeramt Eberhardshof, der Stab Wohnen sowie auch das städtische Schulungszentrum.
Besonderes Augenmerk liegt im Stadthaus Q auf den öffentlichen Bereichen mit Publikumsverkehr. Bürgerinnen und Bürger finden moderne und serviceorientierte Anlaufstellen vor. Die Büros und Arbeitsflächen für die Beschäftigten sind unterschiedlich nutzbar und bieten Raum für konzentriertes Arbeiten ebenso wie für Besprechungen und Austausch. Bereiche mit und ohne Publikumsverkehr sind räumlich voneinander getrennt und auf ihre jeweiligen Anforderungen zugeschnitten. Über die konkreten Leistungsangebote, Öffnungszeiten und Erreichbarkeiten werden die betreffenden Dienststellen gesondert informieren.
Das Stadthaus Q ist nicht nur ein Ämterstandort, sondern dient auch der Belebung des Quartiers. Es bietet die Möglichkeit, Verwaltungsangebote, Zusammenarbeit und interne Abläufe an einem gemeinsamen Ort neu zu denken. Digitalisierung und sich verändernde Anforderungen an eine moderne Verwaltung wurden bereits bei der Konzeption des Hauses berücksichtigt, ebenso die Barrierefreiheit. Das Stadthaus Q ist mit der U-Bahn-Linie U1 über die Haltestelle Eberhardshof (Ausgang Adam-Klein-Straße) erreichbar. Für Besucherinnen und Besucher stehen zudem Parkmöglichkeiten in der Tiefgarage "The Q Nürnberg" sowie Fahrradabstellplätze auf dem Vorplatz an der Fürther Straße zur Verfügung.
Vom ehemaligen Quelle-Areal zum modernen Verwaltungsstandort
Mit der Inbetriebnahme des Stadthaus Q erhält ein prägender Teil des ehemaligen Quelle-Areals eine neue Aufgabe. Wo über Jahrzehnte ein bedeutendes Kapitel Nürnberger Unternehmens- und Stadtgeschichte geschrieben wurde, entsteht nun ein zentraler Standort der Stadtverwaltung. Der Gebäudeteil entlang der Fürther Straße, der wie der gesamte Komplex unter Denkmalschutz steht, wurde in enger Anlehnung an seine ursprüngliche Architektur aus den 1950er- und 1960er-Jahren grundlegend saniert.
Die sanierten Flächen des Stadthaus Q haben Neubau-Standard. Die Gestaltung setzt auf helle, offene Bereiche und neu gestaltete Publikumsflächen. Die Planungen für das Quartier "The Q" auf dem ehemaligen Quelle-Areal begannen 2018 nach dem Erwerb des Geländes durch die Gerchgroup. Im Herbst 2019 schloss die Stadt Nürnberg einen Mietvertrag für ein neues Behördenzentrum ab. Im Jahr 2021 starteten die Bauarbeiten. 2023 geriet die Gerchgroup in finanzielle Schwierigkeiten. Nach dem Baustopp infolge der Insolvenz einer Projektgesellschaft wurde das Projekt im Oktober 2023 neu aufgestellt. Die Bayerische Versorgungskammer übernahm es und beauftragte die Accumulata mit der Projektentwicklung des Stadthaus Q sowie der Gastronomie- und Handelsflächen im Erdgeschoss, sodass die Bauarbeiten fortgesetzt werden konnten und das Stadthaus Q nun schrittweise von der Stadtverwaltung bezogen wird.
Bei diesem Text handelt es sich um eine Pressemitteilung.