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Nürnberg
Relegations-Drama

Club mit ganz viel Dusel: FCN schafft Klassenerhalt in letzter Sekunde - "Das war eine Scheiß-Saison, das weiß jeder"

Der 1. FC Nürnberg spielt auch in der kommenden Saison in der 2. Liga. Der Mannschaft von Trainer Michael Wiesinger reichte im Relegations-Rückspiel beim FC Ingolstadt ein 1:3. Das Tor für den Club fiel erst in der letzten Minute der Nachspielzeit. Kapitän Hanno Behrens sprach von einer "Scheiß-Saison", die nun zu Ende sei.
 
Jubeltraube
Diese Partie war nichts für schwache Nerven! Dem 1. FC Nürnberg reichte im Relegations-Rückspiel beim FC Ingolstadt ein 1:3. Das Joker-Tor von Fabian Schleusener fiel erst Sekunden vor dem Abpfiff. Foto: Matthias Balk (dpa)
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FCN schafft Klassenerhalt in letzter Sekunde:  Was für ein Spiel! Der 1. FC Nürnberg spielt auch in der kommenden Saison in der 2. Fußball-Bundesliga.

Diese Partie war wahrlich nichts für schwache Nerven! Dem Team von Interimstrainer Michael Wiesinger reichte im Relegations-Rückspiel beim FC Ingolstadt ein 1:3. Das Tor für den Club fiel erst in der letzten Minute der Nachspielzeit.

1. FC Nürnberg mit ganz viel Dusel: Joker-Tor in Nachspielzeit verhindert Abstieg 

Der 1. FC Nürnberg ist mit einem Joker-Tor von Fabian Schleusener in der Nachspielzeit dem drohenden Sturz in die Drittklassigkeit entgangen. Der Zweitligist unterlag am Samstag (11. Juli 2020) im Relegations-Rückspiel beim FC Ingolstadt mit 1:3 (0:0). Nach dem 2:0-Hinspielsieg verhinderten die Franken den Abstieg wegen des Auswärtstores.

Schleusener traf in der 96. Minute. Drei Freistöße von Marcel Gaus hatten zuvor zu den Toren von Kapitän Stefan Kutschke (52. Minute), Tobias Schröck (62.) und Robin Krauße (62.) für den FCI vor leeren Rängen im Ingolstädter Sportpark geführt.

Auch für Michael Wiesinger war das Spiel alles andere als gewöhnlich. "Das war sehr verrückt. Ich bin auch schon lange dabei, aber das hat natürlich nochmal alles getoppt", sagte der Club-Coach nach Spielende. "In der ersten Halbzeit ist nicht viel passiert, es war so ein Lauern, Ingolstadt hat uns viel Ballbesitz gegeben."

"Dann haben wir durch die Standardsituationen den Faden verloren, wir haben das schlecht verteidigt. Dann liegst du 0:3 zurück.", so Wiesinger weiter. "Wir haben uns geschüttelt und zum Schluss sind wir all in gegangen und sind belohnt worden. Für uns, für den ganzen Verein war das ein überragendes Tor, weil wir in der 2. Liga bleiben."

"Das war eine Scheiß-Saison, das weiß jeder"

Auch Hanno Behrens fiel sichtlich ein Stein vom Herzen: "Ich bin sehr erleichtert. Wir haben uns das alle anders vorgestellt", gestand der Nürnberger Kapitän. "Wir haben diese Saison viel auf die Fresse bekommen und viel Pech gehabt, heute haben wir dann einfach Glück gehabt", fuhr Behrens fort.  "Wir wurden am Ende belohnt für unsere Moral. Ich denke, dass wir heute Abend feiern werden. Dann werden wir die Saison abhaken. Das war eine Scheiß-Saison, das weiß jeder."

Beim FCN musste Wiesinger zuvor eine Veränderung im Vergleich zur ersten Partie vornehmen. Der Grieche Konstantinos Mavropanos war angeschlagen und saß auf der Ersatzbank. Für den Leihspieler vom FC Arsenal, der wieder über Adduktorenprobleme klagt, rückte Lukas Mühl in die Startformation.

Der FC Ingolstadt konnte im Relegations-Rückspiel gegen den 1. FC Nürnberg mit Kapitän Stefan Kutschke antreten. Der Mittelstürmer, der bei der 0:2-Hinspielniederlage in Nürnberg verletzt pausiert hatte, war am Samstagabend im Ingolstädter Sportpark einer von drei neuen Akteuren in der Startelf des Teams von Trainer Tomas Oral.

(rw/dpa)