Andere feiern Karneval. Nürnberg rollt in der Faschingszeit für die Spielwaren-Welt traditionell den roten Teppich aus. Auf den Türmen in der Altstadt wehen bereits die roten Fahnen mit dem weißen Schaukelpferdchen im Wind.

Die Willkommenskultur macht in Nürnberg selbst vor dem Tresen nicht halt. Mit einem neuen "ToyCocktail" werden die Gäste 2017 aus Nah und Fern empfangen. Das geschieht nicht ohne Grund. Mit der Spielwaren-Messe fließt viel Geld in die Frankenmetropole.

"Die Spielwaren-Branche ist unserer Region immer noch ein wichtiger Wirtschaftsfaktor", betonte Wirtschaftsreferent Michael Fraas (CSU) am Montag bei der Vorstellung der vielfältigen Aktionen rund um die Spielwarenmesse im Rahmen der "ToyCity"-Initiative. "Die Messe bringt nach dem Jahreswechsel endlich wieder Schwung und Leben in die Stadt", freute sich der Wirtschaftsreferent. Mit zahlreichen Veranstaltungen wolle sich die "ToyCity" für die Messebesucher aus aller Welt erlebbar machen. Ernst Kick, Chef der Spielwarenmesse, freute sich, dass Messe und Stadt für den Erfolg der "ToyCity" zusammenarbeiten. Neben dem Geschäft wollen sich die Gäste in Nürnberg wohl und willkommen fühlen. Deshalb hat sich die Spielwarenmesse eine besondere Idee einfallen lassen.

Pünktlich zum Branchentreffen ist der "ToyCocktail" gekürt worden. Markus Lehner vom "Enchilada" hat sich mit seiner kreativen Kreation gegen die Konkurrenz durchsetzen können. "Ich wollte einen Cocktail erfinden, der Spaß macht", berichtete der Chef der bekannten Cocktailbar am Montag bei der Vorstellung des offiziellen "Spielwaren-Cocktails", der in der Messewoche in vielen Bars unterhalb der Kaiserburg serviert wird. "Das ist ein ,Cheescake Toy Margartia`", sagte Lehner stolz und schüttete nach bester Barmann-Manier Tequila, Frangelico und Agavensaft in den Cocktailshaker. Noch etwas Zitrone und fertig ist der flüssige Käsekuchen im Whiskeyglas. "Der Cocktail schmeckt sehr lecker, hat es aber in sich", sagte Michael Fraas beim Anstoßen auf die Spielwaren-Messe.

"Der Handel ist gerüstet für die Spielwaren-Messe. Wir freuen uns auf die Gäste", sagte Uwe Werner vom Handelsverband Bayern am Montag bei der Vorstellung der vielfältigen Aktionen rund um die Spielwarenmesse im Rahmen der "ToyCity"-Initiative. Die Spielwarenmesse habe den Namen der Stadt in der ganzen Welt bekannt gemacht. "Die Messe ist als Imagefaktor für Nürnberg nahezu unbezahlbar", lobte Werner für den Einzelhandel, der rund eine Milliarde Euro allein mit Messe- und Tourismusgästen pro Jahr in der Frankenmetropole umsetzt.