In der kalten Jahreszeit stehen obdachlose Menschen besonders im Fokus. Das Sozialamt der Stadt Nürnberg hat gemeinsam mit Partnerorganisationen ein breites Angebotsspektrum geschaffen: Tagsüber gibt es Möglichkeiten, warm zu essen, zu duschen, Wäsche zu waschen, Beratungsangebote wahrzunehmen und sich in Notfällen medizinisch behandeln zu lassen – auch ohne Versicherungsschutz, teilt die Stadt Nürnberg mit.

Für alle Menschen, die nachts nicht wissen wohin, gibt es in Nürnberg eine ausreichende Anzahl an Notschlafplätzen für unterschiedliche Gruppen. Durch neue Einrichtungen Diana-Herberge (Männer) und Hermann-Etage (Frauen) wurde das Angebot entsprechend vergrößert. Die Zuweisung für beide Häuser erfolgt über das Haus Großweidenmühlstraße, das selbst Notschlafplätze zur Verfügung stellt (Haus für Männer, Großweidenmühlstraße 43, Telefon 2 31-24 62, Haus für Frauen, Großweidenmühlstraße 33, Telefon 2 31-55 37).

Weitere Anlaufstellen sind die Notschlafstelle der Heilsarmee (G53) in der Gostenhofer Hauptstraße 53 und das Domus Misericordiae der Caritas, Pirckheimerstraße 12. Für junge Menschen bis 21 Jahre stellt das Jugendamt gemeinsam mit Schlupfwinkel e.V ein „Sleep In“ in der  Vorderen Sterngasse 3 zur Verfügung. Notschlafstelle und Krisenhilfe für drogenkonsumierende Erwachsene bietet der Hängematte e.V. in der Tafelfeldstraße 15.

Das Angebot wird mit Hilfe der Expertise von Trägerorganisationen und den Streetwork-Teams laufend angepasst. Im Winter suchen die Streetworkerinnen und Streetworker von Wärmestube und Straßenambulanz obdachlose Menschen noch häufiger an ihren  jeweiligen Aufenthaltsorten auf und weisen auf die Angebote hin.

Elisabeth Ries, Referentin für Jugend, Familie und Soziales, appelliert: „Allen Wohnungslosen in Nürnberg bieten wir gemeinsam mit unseren Partnern Schlafmöglichkeiten an – niemand muss die Nacht unter freiem Himmel verbringen. Dennoch gibt es Personen, die dieses Angebot aus den unterschiedlichsten Gründen nicht annehmen und draußen übernachten.

In den Wintermonaten kann das Übernachten im Freien aber lebensbedrohlich sein. Deshalb: Bitte gehen Sie zum Schlafen ins Warme. Den Streetworkerinnen und Streetworkern danke ich ebenso den Polizeikräften, für die aufmerksame Begleitung und Unterstützung obdachloser Menschen, gerade in der kalten Jahreszeit.“

Wem hilfsbedürftige obdachlose Personen auffallen, insbesondere an sehr kalten Tagen, kann sich bei Bedarf an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Streetwork-Teams wenden unter den Telefonnummern 09 11 / 44 39 62 und 09 11 / 47 49 48 60. In Notfällen und außerhalb der Arbeitszeiten kann auch die Polizei alarmiert werden.

Abseits der Notschlafstätten gibt es seit diesem Jahr auch eine reguläre Unterkunft für obdachlose Personen mit Hund. Die Unterkunft „QuarTier“ bietet 20 Plätze. Betreut und betrieben wird die Einrichtung durch die Johanniter Unfallhilfe e.V. in Kooperation mit dem Sozialamt, das auch die Belegung organisiert.

Um auch weiterhin auf Verdachtsfälle oder bestätigte Covid-19- Infektionen in den Unterkünften reagieren zu können, unterhält das Sozialamt wie bisher eine eigene Quarantäneunterkunft mit 54 Einzelzimmern.