• Nürnberg: Bio-Bäckerkette "Cumpanum" übernimmt den "Nürnbäcker"
  • Bäckerei aus Augsburg eröffnet ersten fränkischen Standort
  • Nach Insolvenz: Bäckermeister und Ex-Chef wird in Backstube bleiben
  • "Große Auswahl": "Nürnbäcker" will alte Handwerkstraditionen wiederbeleben

Der "Nürnbäcker" in der Fürther Straße 188 in Nürnberg ist gerettet. Nachdem der Chef und Bäckermeister Kurt Heinlein im Januar wegen Insolvenz schließen musste, hat nun die schwäbische Bio-Bäckerkette "Cumpanum" aus Augsburg das Geschäft übernommen, wie ein Sprecher gegenüber inFranken.de mitteilt. Heinlein selbst soll weiterhin in der Backstube stehen, heißt es. Das Unternehmen wirbt damit, Brot "wie früher zu Omas Zeiten" zu backen und will sich so von Großbetrieben absetzen. 

"Nürnbäcker" in Nürnberg von Bio-Bäckerkette übernommen - keinerlei Weizen im Brot 

"Cumpanum" betreibt bisher elf Bäckereifilialen, die meisten davon im Raum Augsburg, zwei in München. Der "Nürnbäcker" soll seinen Namen allerdings behalten, wie ein Sprecher erklärt. "Wir wollen auch die Arbeit von Herrn Heinlein würdigen und weiterführen, denn sein Konzept hat uns überzeugt", so der Sprecher. Heinlein selbst werde auch künftig Brot im "Nürnbäcker" backen - in einer Backstube, die direkt an den Laden angeschlossen und nur durch eine Glasscheibe abgetrennt sei. "Das sensibilisiert unsere Kunden mit allen Sinnen für unser tolles Bäckereihandwerk. Für mich gibt es nichts Verlockenderes als den köstlichen Duft von frisch gebackenem Brot", wird Heinlein in der Ankündigung zitiert.

Konkret soll der neue "Nürnbäcker" an diesem Donnerstag, 24. März 2022 um 8 Uhr neu eröffnen. Zur Eröffnung gebe seien "Aktionen und ein Gewinnspiel von bio-regionalen Produkten geplant", heißt es. Das Konzept: "In einer zunehmend hektischeren Welt ist Zeit für Genuss und das Besondere immer wichtiger", wird "Cumpanum"-Geschäftsführer André Heuck zitiert. Alle Zutaten seien biozertifiziert und regional, wirbt das Unternehmen.

Der "Nürnbäcker" verzichte dabei vollständig auf Weizen und arbeite stattdessen mit Dinkel-, Roggen-, Emmer- oder Einkornmehlen, die allesamt von Bio-Landwirten aus Bayern stammten, so das Versprechen.  Man backe "wie früher zu Omas Zeiten, als Teige noch von echten Handwerkern gemacht und nicht für die Verarbeitung mit großen Produktionsmaschinen optimiert wurden", heißt es. Zu den Produkten zählten sowohl klassisches fränkisches Bauernbrot als auch eher ausgefallene Variationen wie Rote-Beete-Brot, Feige-Dattel-Walnuss oder Dinkel-Rübli-Brot. 

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