Nürnberg: OB Marcus König gratuliert Friedensnobelpreisträgerin persönlich
Autor: Redaktion
Nürnberg, Freitag, 09. Oktober 2026
Navanethem Pillay erhält den Friedensnobelpreis 2026. Als sie die Nachricht erhält, befindet sie sich in Nürnberg. Der Oberbürgermeister der Stadt, Marcus König, gratulierte ihr daraufhin persönlich.
Die Nachricht, dass sie den Friedensnobelpreis 2026 verliehen bekommt, erreichte Navanethem Pillay (85) am heutigen Freitagvormittag, 9. Oktober 2026, in Nürnberg. Die südafrikanische Juristin nimmt derzeit an der Sitzung der Internationalen Akademie Nürnberger Prinzipien (IANP) teil. Nürnbergs Oberbürgermeister Marcus König gratulierte der Preisträgerin umgehend bei der IANP-Tagung. "Wir sind stolz, dass Sie die wunderbare Nachricht in Nürnberg, der Stadt des Friedens und der Menschenrechte, erhalten haben", sagte der OB der Preisträgerin persönlich.
"Navi" Pillay ist Mitglied des IANP-Kuratoriums und weilt aktuell in Nürnberg. Das Nobelpreis-Kommitee gab heute früh bekannt, dass die südafrikanische Juristin die hohe Auszeichnung bekommt. Sie habe maßgeblich dazu beigetragen, heißt es in der Begründung, "dass Kriegsverbrechen, Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Völkermord strafrechtlich verfolgt werden". "Ich habe Frau Pillay für diesen Einsatz gedankt, denn der Einsatz für die Menschenrechte ist auch unser Auftrag als Stadt Nürnberg. Die Internationale Akademie Nürnberger Prinzipien widmet sich der Förderung der internationalen Strafjustiz und der Menschenrechte. Ihren Sitz hat sie in Nürnberg, dem Geburtsort des modernen Völkerstrafrechts."
Der Friedensnobelpreis, so König, mache jedes Jahr von Neuem deutlich, wie wichtig unabhängige internationale Institutionen, eine konsequente Strafverfolgung und das Engagement der Zivilgesellschaft für eine friedlichere Welt ist. Zugleich sei die Auszeichnung eine Ermutigung für alle, die sich weltweit – häufig unter schwierigen Bedingungen und persönlichen Risiken – für die Rechte anderer Menschen stark machten.
OB Marcus König: "Navi Pillay hat sich international für die Aufarbeitung schwerster Menschenrechtsverbrechen und für die Rechte von Opfern eingesetzt. Als ehemalige Hohe Kommissarin der Vereinten Nationen für Menschenrechte und Richterin am Internationalen Strafgerichtshof für Ruanda hat sie wichtige Beiträge zur internationalen Strafjustiz und zum Schutz der Menschenrechte geleistet. Auch Nürnberg fühlt sich diesen Werten in besonderer Weise verpflichtet. Als Stadt des Friedens und der Menschenrechte setzt sich Nürnberg für Frieden, Freiheit, Demokratie und die Achtung der Menschenwürde ein. Der Internationale Nürnberger Menschenrechtspreis ist Ausdruck dieses Selbstverständnisses und erinnert zugleich an die historische Verantwortung der Stadt."
Mit Nürnberg ist Navi Pillay seit vielen Jahren verbunden: Im Mai 2022 war sie Gast bei der Verleihung des Preises an die Kasachin Sayragul Sauytbay im Nürnberger Opernhaus. Sie hat die Gründung der Internationalen Akademie Nürnberger Prinzipien von Anfang unterstützt und war von 2017 bis 2025 Präsidentin im Kuratorium. Noch heute begleitet sie die Arbeit der Akademie als Mitglied im Kuratorium. In dieser Funktion nimmt sie derzeit an der diesjährigen Hauptkonferenz, dem "Nuremberg Forum" der Akademie teil.
Bei diesem Text handelt es sich um eine Pressemitteilung.