Nürnberg
Lebensgefährlich verletzt

Verbrennungen und Knochenbrüche: Junger Mann kommt 15.000 Volt zu nahe - "Sucht euch was anderes"

Er war am Nürnberger Rangierbahnhof unterwegs, als es zum lebensgefährlichen Unfall kam: Ein 20-Jähriger stieg auf einen der Waggons und bekam einen schweren Stromschlag.

Ein 20-Jähriger ist bei einem Stromunfall im Nürnberger Rangierbahnhof lebensgefährlich verletzt worden. Wie die Polizei am Freitag (26. August 2022) mitteilte, hielten sich am Samstagabend (20. August) vier Jugendliche und junge Erwachsene in der Nähe des Bahnhofs auf.

Ein 20-Jähriger aus der Gruppe stieg auf einen Güterwaggon und kam der Oberleitung zu nah, die 15.000 Volt führte. Dabei erlitt er schwere, großflächige Verbrennungen und Knochenbrüche

Stromschlag am Bahnhof: Polizei warnt vor ernsten Gefahren

Die Bundespolizei warnte vor ähnlichen Aktionen: "Solche durch Leichtsinn und Unachtsamkeit selbstverursachten Unfälle enden häufig tödlich. Überlebende können erst nach monatelangen Klinikaufenthalten entlassen werden."

Die Polizei mahnt unter dem Slogan "Achtung, Bahnstrom - sucht euch was Anderes!" zur Vorsicht, wie es in einer aktuellen Mitteilung der Bundespolizei heißt.

Erstmeldung vom 21.08.2022: Fatale Idee: 20-Jähriger will auf Waggon klettern

Ein junger Mann ist am Samstagabend (20. August 2022) am Nürnberger Rangierbahnhof beim Besteigen eines Waggons durch einen Stromschlag lebensgefährlich verletzt worden.

Der 20-Jährige hielt sich laut Angaben der Polizei Mittelfranken gegen 21.30 Uhr zusammen mit Freunden im Gleisbereich des Rangierbahnhofs auf. Nach aktuellem Stand der Ermittlungen kletterte der 20-Jährige auf einen abgestellten Waggon eines Güterzuges. Dabei kam es zu dem Stromschlag.

Der Rettungsdienst brachte den Mann zur medizinischen Versorgung umgehend in ein Krankenhaus. Der junge Mann wurde schwerst verletzt, er schwebt noch immer in Lebensgefahr. Der Kriminaldauerdienst Mittelfranken übernahm unterdessen vor Ort die ersten Ermittlungen zum Unfallhergang.

Zu Beginn der Pfingstferien hatte die Nürnberger Bundespolizei genau vor Fällen wie diesen gewarnt und auf die drohende Lebensgefahr hingewiesen - bei dem 20-Jährigen kam diese Warnung offensichtlich leider nicht an.

Ähnlicher Fall: Junge (12) stirbt durch Stromschlag auf Waggon

Vorschaubild: © Daniel Naupold (dpa)