Beliebtes Traditionscafé schließt - Inhaberin verabschiedet sich nach fast 30 Jahren

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Die "Kaffeestube am Hesperidengarten" in Nürnberg ist ein beliebter Ort für entspannte Stunden bei Kaffee oder Bier.
Nürnberg: "Kaffeestube am Hesperidengarten" schließt - Inhaberin verabschiedet sich nach fast 30 Jahren
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Nürnberg: "Kaffeestube am Hesperidengarten" schließt - Inhaberin verabschiedet sich nach fast 30 Jahren
Vom Biergarten aus kann der Blick in die barocken Gärten schweifen.
Nürnberg: "Kaffeestube am Hesperidengarten" schließt - Inhaberin verabschiedet sich nach fast 30 Jahren
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Die Inhaberin wünscht sich Nachfolger für das Nürnberger Traditionscafé.
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Die "Kaffeestube am Hesperidengarten" ist mit ihrer idyllischen Lage ein besonderes Schmuckstück. Jetzt zieht sich die engagierte Inhaberin nach fast 30 Jahren zurück, doch sie hat Wünsche für die Zukunft des Cafés.

  • Beliebte Nürnberger "Kaffeestube am Hesperidengarten" schließt
  • 50 bis 70 Arbeitsstunden pro Woche: Inhaberin will sich zur Ruhe setzen
  • Kein endgültiges Ende vorgesehen - Café soll Nachfolger bekommen

Wer die "Kaffeestube am Hesperidengarten" im Nürnberger Norden besucht, kann nicht nur Kuchen, Waffeln und Co., sondern auch einen beeindruckenden Blick auf die barocken Hesperidengärten genießen. "Den allerschönsten Arbeitsplatz" nennt Inhaberin Barbara Kiderlin diesen Ort im Gespräch mit inFranken.de. Doch sie hat einen Entschluss gefasst: Die Kaffeestube schließt. Vielleicht aber nur vorerst.

Nürnberger Kaffeestube schließt - "wird ein bisschen viel"

Täglich von 9 bis 18 Uhr sind Gäste hier willkommen. Auch Frühstück und herzhafte Speisen serviert Kiderlin mit ihrem kleinen Team. Im Sommer lädt der Biergarten ein, in der kalten Jahreszeit der Gastraum mit etwa 30 Plätzen. Das allerdings nur noch bis Sonntag (13. November 2022). Dann schließt Kiderlin die Tür nach fast 30 Jahren zu.

Nachdem sie zehn Jahre lang das Weinlokal nebenan geführt hatte und das Café schließlich frei geworden war, habe sie dieses 1993 übernommen, berichtet sie. Seit der Geburt ihres Sohnes führe sie ausschließlich die Kaffeestube. Aus persönlichen Gründen habe die Gastronomin diese von 2019 bis 2020 verpachtet, die Pächter hätten aber aufgrund der Corona-Pandemie aufgegeben.

"Dann bin ich wieder eingestiegen und es hat mir auch wieder sehr viel Spaß gemacht. Es ist für mich nach wie vor der schönste Beruf, aber irgendwann kommt man einfach in das Alter, wo man keine 50 bis 70 Stunden pro Woche mehr arbeiten möchte. Irgendwann wird es einfach ein bisschen viel", schildert die 62-Jährige. 

Nachfolger gesucht - Stil sollte erhalten bleiben

Mit den Jahren hätten sich natürlich Stammkunden und Beziehungen zu den Gästen gefestigt. Als diese von der Schließung erfuhren, habe Kiderlin "sehr viel Zuspruch" auf unterschiedlichsten Wegen bekommen. "Es ist sehr traurig", sagt sie. Doch jetzt wolle sie mit der Suche nach einem "passenden Käufer oder Pächter" beginnen. Kiderlin wünscht sich, dass die Kaffeestube "in der Richtung weitergeführt wird". Das Inventar bleibe vorerst stehen. 

Sie sei zuversichtlich, dass wieder bessere Zeiten für Gastronomen kämen, hält Barbara Kiderlin fest. "Ich denke, dass sich das mit den hohen Energiepreisen in ein paar Jahren wieder beruhigt." Auch für ihr Team sei sie bezüglich neuer Stellen optimistisch.

Trotz aller Abschiedstrauer blicke sie nun positiv auf ihre kommende Lebenszeit. "Ich freue mich über die neue freie Zeit. Dann kann ich mich mehr für den Nürnberger Bürgerverein St. Johannis als zweite Vorsitzende engagieren", verrät die langjährige Inhaberin der "Kaffeestube am Hesperidengarten" in Nürnberg.

Auch spannend: Eine weitere Traditionsgaststätte schloss vor wenigen Monaten, doch der Gastronom hat einen erfreulichen Plan.