Das Polizeipräsidium Mittelfranken hat am 24. März einen "Blitzmarathon" durchgeführt. Ein 37-jähriger Audi-Fahrer wurde dabei mit einer Geschwindigkeit von 178 Kilometern pro Stunde geblitzt. Die Kontrolle zeigte, dass er "unter Drogeneinfluss stand".
Am Donnerstag (24.03.2022) beteiligten sich die Dienststellen des Polizeipräsidiums Mittelfranken zum neunten Mal am europaweiten "Blitzmarathon". Beginnend mit dem Start um 06:00 Uhr führten die Beschäftigten der mittelfränkischen Polizei für die Dauer von 24 Stunden an insgesamt 133 Messstellen im Regierungsbezirk Geschwindigkeitskontrollen durch, teilt das Polizeipräsidium Mittelfranken mit.
"Geschwindigkeit ist ein Gefahrenmoment im Straßenverkehr. Solche Aktionstage sind notwendig, damit sich das Bewusstsein der Bürger hierfür schärft", brachte Polizeipräsident Roman Fertinger die Botschaft des Blitzmarathons beim Besuch einer Messstelle in Wendelstein auf den Punkt.
Die Zahlen der Verkehrsunfallstatistik 2021 bestätigen den Chef der mittelfränkischen Polizei. Im vergangenen Jahr verloren im hiesigen Regierungsbezirk 67 Personen bei Verkehrsunfällen ihr Leben. Bei 20 Unfällen war die Ursache auf überhöhte oder nichtangepasste Geschwindigkeit zurückzuführen.
Geschwindigkeit bleibt damit gerade bei den Unfällen mit schweren oder tödlichen Folgen die häufigste Unfallursache. Im Rahmen des bayerischen Verkehrssicherheitsprogramms 2030 "Bayern mobil - sicher ans Ziel" setzt sich auch das Polizeipräsidium Mittelfranken weiterhin das Ziel, die Gesamtzahl der Verkehrsunfälle zu senken und dadurch die Zahl der Verkehrstoten und Schwerverletzten auf den Straßen weiter zu reduzieren.
Roman Fertinger betont, dass es bei dem Blitzmarathon nicht um die Zahl der gemessenen Verkehrsteilnehmer oder gar die Einnahme von Bußgeldern geht. Mit Blick auf die Bilanz seiner Mitarbeiter ist er dennoch zufrieden.
Die Zahlen des Blitzmarathons zeigen eindrucksvoll, mit welchem Einsatz die Beschäftigten der mittelfränkischen Polizei am gestrigen Tag für die Verkehrssicherheit tätig waren. Insgesamt wurden an den 133 Messstellen 56.992 Fahrzeuge gemessen.
In 994 Fällen muss die Geschwindigkeit der Verkehrsteilnehmer beanstandet werden. Auf sie kommen nun entsprechende Verwarnungs- bzw. Bußgelder zu. Bei eklatanten Geschwindigkeitsverstößen müssen Verkehrssünder außerdem mit Punkten im Verkehrszentralregister sowie Fahrverboten rechnen.