Meldung vom frühen Dienstagmorgen:
Der zu diesem Zeitpunkt noch unbekannte Anrufer teilte laut Polizeibericht kurz nach 21:30 Uhr mit, er habe seine Freundin in der Kupferstraße in Nürnberg umgebracht. Außerdem sei in der betroffenen Wohnung Sprengstoff deponiert.
Unverzüglich fuhren mehrere Streife der PI Nürnberg-Ost zum Einsatzort - ein Mehrfamilienhaus. Gleichzeitig alarmierte die Einsatzzentrale Kräfte des Unterstützungskommandos und der Spezialeinheiten Nordbayerns.
Vier Personen vorläufig festgenommen
Inzwischen hatten vier Anwesende der Wohnung das Haus verlassen und wurden von der Polizei vorläufig festgenommen. Zwei Personen davon waren Bewohner des Anwesens.
Aufgrund der Mitteilung, dass sich am vermeintlichen Tatort Sprengstoff befinden soll, dies aber nach inzwischen vorliegenden Erkenntnissen nicht zutraf, durchsuchten trotzdem Sprengstoffspezialisten der Nürnberger Polizei sowie ein speziell ausgebildeter Diensthund das Haus und die Wohnung. Es fanden sich weder Explosivmittel noch eine Leiche.
Ein böser Telefonstreich?
Die vorläufig festgenommenen Personen im Alter zwischen 24 und 27 Jahren wurden zur Dienststelle gefahren, um ihre Personalien festzustellen. Im Anschluss daran konnten sie entlassen werden. Nach aktuellem Kenntnisstand ergab sich kein Hinweis gegen sie, den Polizeieinsatz ausgelöst zu haben.
Die Ermittlungen bezüglich des noch unbekannten Anrufers dauern noch an. Derzeit ermittelt die Polizei gegen Unbekannt wegen des Verdachts der Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten.
An dem Einsatz waren rund 50 Beamte der Nürnberger Polizei, der Berufsfeuerwehr Nürnberg und des Rettungsdienstes beteiligt.