Deutsche Süßwarenhändler melden Insolvenz an: Die Süßwarengeschäfte Arko, Eilles und Hussel befinden sich in akuter wirtschaftlicher Schieflage. Sie können den Belastungen der Corona-Krise nicht weiter standhalten. Die Pandemie hat die namhaften Firmen in Bedrängnis gebracht. Die zur Deutschen Confiserie Holding (DCH) gehörenden Fachhändler Arko, Eilles und Hussel haben beim Amtsgericht Norderstedt in Schleswig-Holstein vorläufige Insolvenz in Eigenregie beantragt.

DCH betreibt nach eigenen Angaben unter den Marken Arko, Eilles und Hussel bundesweit rund 300 eigene Filialen, weitere Filialen und Franchisebetriebe in Österreich und Tschechien sowie rund 4000 Verkaufsstellen im Lebensmitteleinzelhandel und in Bäckereien. 

Hussel, Eilles und Arko insolvent: Bundesweit 300 Filialen - 19 in Franken

In Franken betreiben die Händler Hussel, Eilles und Arko insgesamt 19 Filialen - in neun verschiedenen Städten. 

Die fränkischen Standorte sind:

  • Ansbach: Hussel in der Residenzstraße 2-6
  • Bamberg: Hussel am Grünen Markt 28
  • Bayreuth: Hussel in der Maximilianstraße 5, Hussel in der Carl-Schüller-Straße 5a, Eilles in der Maximillianstraße 47, Eilles am Hohenzollernring 58
  • Coburg: Hussel in der Spitalgasse 15
  • Erlangen: Eilles am Schloßplatz 7, Eilles in der Nürnberger Straße 21
  • Fürth: Eilles in der Friedrichstraße 26
  • Nürnberg: Eilles am Hauptmarkt 10,  Eilles in der Bucher Straße 61,  Eilles in der Pfannenschmiedgasse 4, Hussel an der Mauthalle 2, Hussel in der Glogauerstraße 30-38
  • Schwabach: Eilles am Martin-Luther-Platz 5-7
  • Würzburg: Eilles am Kürschnerhof 9, Hussel am Kürschnerhof 7, Eilles in der Blasiusgasse 5-7

Corona-Krise zieht Belastungen nach sich - Betrieb läuft weiter

Löhne und Gehälter seien über das Insolvenzgeld für drei Monate gesichert, teilten die beiden vorläufigen Sachwalter Dietmar Penzlin und Tjark Thies mit. Grund für den Schritt seien die Belastungen durch die Corona-Krise.

Der Geschäftsbetrieb der auf Süßwaren, Kaffee und Tee spezialisierten Geschäfte solle in vollem Umfang weitergeführt werden, teilte der Geschäftsführer der DCH-Gruppe, Patrick G. Weber, am Montag (18. Januar 2021) mit. Das Amtsgericht sei den Anträgen gefolgt.

Wie es für die einzelnen Filialen weitergeht, ist indes unklar. Die Unternehmensgruppe beschäftigt rund 1600 Mitarbeiter und erreichte zuletzt einen Jahresumsatz von 140 Millionen Euro.

Die fränkische Modekette Adler hat unlängst ebenfalls einen Insolvenzantrag gestellt. Auch hier wird als Grund der Corona-Lockdown genannt. Das Unternehmen betreibt 170 Filialen.