Hallerwiese-Cnopfsche Kinderklinik wird Teil des Klinikums Nürnberg
Autor: Redaktion
Nürnberg, Mittwoch, 10. Dezember 2025
Die Hallerwiese-Cnopfsche Kinderklinik wird ab 2027 Teil des Klinikums Nürnberg. Dadurch entsteht bundesweit einer der größten Versorger für Kinder und Jugendliche.
Die Stadt Nürnberg, das Klinikum Nürnberg und Diakoneo haben nach intensiven Verhandlungen einen Durchbruch erzielt: Die Klinik Hallerwiese-Cnopfsche Kinderklinik soll zum 01.01.2027 an das Klinikum Nürnberg übergehen. Zuvor soll das Klinikum Diakoneo ab Anfang 2026 in Betrieb und Leitung der Klinik in St. Johannis unterstützen, um den nahtlosen Übergang gemeinsam vorzubereiten.
Diakoneo hatte aufgrund veränderter wirtschaftlicher Rahmenbedingungen einen Transformationsprozess angestoßen und beschlossen. Dieser sieht u. a. die Trennung von Kliniken vor. Seither standen Diakoneo und das Klinikum Nürnberg in Verhandlungen über die Integration der Klinik Hallerwiese-Cnopfsche Kinderklinik in das Klinikum Nürnberg. Sowohl die Stadt Nürnberg als auch der Freistaat Bayern haben diesen Prozess intensiv begleitet, um weiterhin eine bestmögliche Gesundheitsversorgung und eine dauerhafte Perspektive für die Klinik Hallerwiese-Cnopfsche Kinderklinik zu gewährleisten.
Im Dezember 2025 konnten nun fast alle schwierigen rechtlichen und finanziellen Fragen gelöst werden. Offen ist noch das Vorliegen eines positiven Sanierungsgutachtens für Diakoneo. Auf Basis dieses Gutachtens soll noch im Januar 2026 im Stadtrat der Stadt Nürnberg über die für die Integration erforderlichen finanziellen Absicherungen des Klinikums Nürnberg durch die Stadt Nürnberg entschieden werden. Über die Konditionen wurde Stillschweigen vereinbart.
"Unser Anspruch ist klar: Kinder, Jugendliche und Familien sollen in Nürnberg jederzeit bestmöglich versorgt werden. Mit rund 3000 Geburten im Jahr und unzähligen Behandlungen jeden Tag ist die Klinik Hallerwiese-Cnopfsche Kinderklinik ein unverzichtbarer Baustein unserer Gesundheitsversorgung. Durch die Integration in das Klinikum Nürnberg sichern wir diese Stärke nun gemeinsam für die Zukunft. Mein Dank gilt allen Beteiligten, die diese Lösung in den vergangenen Monaten verantwortungsvoll vorbereitet haben – ebenso wie den Beschäftigten, die tagtäglich mit großem Engagement für die Patientinnen und Patienten da sind2, erklärt Marcus König, Oberbürgermeister von Nürnberg und Vorsitzender des Klinikum-Verwaltungsrats.
"Die geplante Lösung war nur über ein beträchtliches Entgegenkommen aller Beteiligten möglich. Wichtig war, dass das Ergebnis für alle tragbar und verantwortbar ist – auch langfristig. Trotz einer schwierigen Haushaltssituation setzen wir damit ein starkes Signal für die Daseinsvorsorge", erklärt Thorsten Brehm, Kämmerer der Stadt Nürnberg. Sowohl Diakoneo als auch die Stadt und das Klinikum Nürnberg leisten jeweils einen wesentlichen Beitrag, um die Klinik Hallerwiese-Cnopfsche Kinderklinik nachhaltig erfolgreich weiterzuentwickeln.
Sobald die Bestätigung seitens der Wirtschaftsprüfer vorliegt und der Stadtrat die finanzielle Absicherung beschlossen hat, wollen Diakoneo und das Klinikum bereits ab Anfang 2026 gemeinsam an der Vorbereitung des Übergangs der Klinik HallerwieseCnopfsche Kinderklinik (265 Betten und rund 900 Beschäftigte) arbeiten. Die komplette Integration soll dann mit nahtlosem Übergang ab 01.01.2027 stattfinden. Bis zur Übernahme bleibt das Haus in der Trägerschaft und Verantwortung von Diakoneo.
Bayerns Gesundheitsministerin Judith Gerlach betont: "Ich freue mich, dass die Gespräche zur Übernahme der Kliniken zwischen Diakoneo und der Stadt sowie dem Klinikum Nürnberg nach langen und intensiven Verhandlungen nunmehr zu einem guten Ende geführt werden konnten. Mit der Entscheidung, die Klinik Hallerwiese-Cnopfsche Kinderklinik in das Klinikum Nürnberg zu integrieren, werden die Weichen für eine auch künftig tragfähige Krankenhausstruktur in der Region gestellt. Damit wird eine qualitativ hochwertige Versorgung für Kinder und Jugendliche gesichert - und die Beschäftigten bekommen eine dauerhaft verlässliche Perspektive. Wir haben die Gespräche zu diesem komplexen Thema daher fachlich eng und konstruktiv begleitet. Bayerns Gesundheitsministerium unterstützt auch andere Kliniken und Kommunen intensiv dabei, die Herausforderungen durch den aktuellen Strukturwandel zu bewältigen."