Druckartikel: Fränkischer Ingwer-Shot-Anbieter: Curameo AG meldet Insolvenz an

Fränkischer Ingwer-Shot-Anbieter: Curameo AG meldet Insolvenz an


Autor: Ralf Welz

Reichenschwand, Montag, 13. April 2026

Bis Ende 2025 wurden laut Firmenangaben rund 77 Millionen Ingwer-Shot-Portionen verkauft. Nun musste das fränkische Unternehmen allerdings die Reißleine ziehen.
Ingwer-Shot (Symbolbild).


Die Curameo AG mit Sitz in Reichenschwand (Landkreis Nürnberger Land) hat beim Amtsgericht Nürnberg Insolvenz angemeldet. Das Gericht ordnete die vorläufige Insolvenzverwaltung an und bestellte Rechtsanwalt Patrick Meyerle von der PLUTA Rechtsanwalts GmbH zum vorläufigen Insolvenzverwalter. Dies gab die Kanzlei in einer am Montag (13. April 2026) veröffentlichten Pressemitteilung bekannt. 

Als Grund für den Antrag gab das Unternehmen demnach an, dass sich die Gesellschafter nicht auf eine weitere Finanzierung einigen konnten. Unter der Marke Kloster Kitchen vertreibt Curameo Bio-Ingwer-Shots, Bio-Säfte, Bio-Smoothies und das Mikronährstoffkonzentrat Vital Flow. Nach Unternehmensangaben wurden bis Ende 2025 rund 77 Millionen Ingwer-Shot-Portionen verkauft. Die Produkte sind in Deutschland, Österreich und der Schweiz bei verschiedenen Einzelhandelsketten erhältlich.

Reichenschwand: Curameo AG beantragt Insolvenz - Geschäftsbetrieb wird fortgeführt

Der Mitteilung zufolge verzeichnete das mittelfränkische Unternehmen 2025 einen Umsatzanstieg von über 20 Prozent auf rund 10 Millionen Euro. Aktuell beschäftigt die Firma rund 45 Mitarbeiter. Der Vertrieb erfolgt über den eigenen Web-Shop, Online-Marktplätze, den stationären Lebensmitteleinzelhandel sowie über Unternehmenskunden wie Fluggesellschaften.

"Das Unternehmen wird den Geschäftsbetrieb vollumfänglich weiterführen", wird der vorläufige Insolvenzverwalter Meyerle zitiert. Die Produktion laufe weiter, die Belieferung der Kunden sei in den kommenden Wochen gesichert. "Zeitgleich werden wir in den kommenden Wochen die Sanierungsoptionen prüfen." Die Mitarbeiter wurden über die Lage informiert. Ihre Gehälter sind für drei Monate über das Insolvenzgeld abgesichert.

Vorstand und Mitgründer Mario Fürst äußerte sich zu den anstehenden Schritten wie folgt: "Jetzt geht es darum, den Geschäftsbetrieb zu stabilisieren und zügig in einen konstruktiven Dialog mit Kunden und Lieferanten zu treten." Parallel würden Optionen für eine nachhaltige Fortführung des Unternehmens geprüft.

Wie wir künstliche Intelligenz einsetzen