Fliegerbombe-Entschärfung in Nürnberg: Luftraum, Straßen und U-Bahn gesperrt
Autor: Alexander Milesevic, Nadine Wüste
Nürnberg, Dienstag, 10. März 2026
Eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg wird in Nürnberg bei Bauarbeiten entdeckt. Massive Verkehrsbehinderungen sind die Folge - auch der Luftraum ist mittlerweile dicht.
Update vom 10.03.2026, 10.15 Uhr: Evakuierung abgeschlossen - sogar Luftraum gesperrt
Die Evakuierung mehrerer Straßenzüge in Nürnberg-Lichtenreuth wegen der Entschärfung einer Fliegerbombe ist laut der Stadt Nürnberg mittlerweile abgeschlossen. Es befänden sich alle 23 betroffenen Personen in der Betreuungsstelle auf dem Nürnberger Messegelände heißt es.
Die Verkehrsbehinderungen haben indes noch eine weitere Dimension hinzugewonnen. Nachdem wichtige Straßen rund um das Areal gesperrt und der U-Bahn-Verkehr auf der Linie 1 eingestellt werden musste, wurde aus Sicherheitsgründen nun auch der Luftraum über dem betroffenen Gebiet gesperrt.
Die Entschärfung startete um 10 Uhr, stellt sich aber als komplizierter da als gedacht. Laut Sprengmeister Michael Weiß sind die Zünder der Bombe stark "verbacken", die Aktion dürfte also länger als eine Stunde dauern.
Update vom 10.03.2026, 9.20 Uhr: Evakuierung gestartet - wichtige Straßen gesperrt
Wegen einer Fliegerbombe ist der Nürnberger Osten derzeit im Ausnahmezustand. Laut der Stadt startete die Evakuierung der betroffenen Gebiete im Stadtteil Lichtenreuth gegen 8.43 Uhr. Konkret handelt es sich dabei um die neu gebaute Häuserzeile an der Lorenz-Hagen-Straße, das Gebäude der Technischen Universität Nürnberg (UTN) an der Dr.-Luise-Herzberg-Straße und die Baustelle. Betroffene werden mit einem Pendelbus in eine eigens eingerichtete Betreuungsstelle im im Nürnberg Convention Center der Messe (NCC) gebracht.
Die Entschärfung selbst soll gegen 10 Uhr starten. Mittlerweile wurden für die Entschärfung wichtige Verkehrsadern im Nürnberger Osten gesperrt. Die Münchener Straße auf Höhe Bayernstraße (aus der Innenstadt kommend) und die Bauernfeindstraße (aus Langwasser kommend) sind demnach dicht. Die Feuerwehr ist unter anderem mit ihrem Drohnenteam vor Ort.
Update vom 10.03.2026, 7.57 Uhr: Evakuierung soll pünktlich beginnen
Nach dem Fund einer amerikanischen Fliegerbombe in Nürnberg-Lichtenreuth soll am Dienstag (10. März 2026) um 8 Uhr die Evakuierung in einem Radius von 450 Metern um den Fundort beginnen. Man gehe davon aus, dass die Evakuierung der rund 390 Bewohnerinnen und Bewohner pünktlich beginnen könne, teilte die Stadt am Morgen mit. Demnach sei zunächst eine Lageeinweisung erfolgt. Anschließend seien die Teams für die Evakuierung eingeteilt worden.
Die Entschärfung des 450 Kilogramm schweren Kolosses betrifft auch den ÖPNV. Die Linie U1 fährt aus Richtung Langwasser bis zum U-Bahnhof Messe und aus Richtung Innenstadt bis Hasenbuck. Außerdem muss die Buslinie 53 eine Umleitung fahren.