Feuer-Inferno in Crans-Montana: Klinikum Nürnberg versorgt Brandopfer
Autor: Sara Loesenbeck
Nürnberg, Mittwoch, 07. Januar 2026
Ein Brand in einer Schweizer Bar an Silvester hat 40 Todesopfer gefordert. Viele Schwerverletzte kämpfen weiter um ihr Leben. Ein Opfer wird inzwischen im Klinikum Nürnberg behandelt.
Zum Jahreswechsel kam es im Schweizer Ski-Ort Crans Montana zu einer verheerenden Feuerkatastrophe. In der Silvesternacht brach in einer Bar ein Feuer aus. 40 Menschen kamen ums Leben, 119 wurden zum Teil schwer verletzt. Aktuell laufen Ermittlungen zur Ursache des Brandes.
Da die Kliniken in der Umgebung des Unglücksortes nicht genügend Kapazitäten für alle Verletzten gleichzeitig aufweisen, wurden einige Patienten auch in Krankenhäusern im benachbarten Ausland aufgenommen. Ein Brandopfer wird nun im Klinikum Nürnberg intensivmedizinisch behandelt.
"Wir sind vorbereitet": Klinikum Nürnberg nimmt Schweizer Brandopfer auf
Wie das fränkische Krankenhaus in einer Pressemitteilung vom 5. Januar 2026 mitteilt, wurde ein Opfer der Feuerkatastrophe aus der Schweiz in der Nacht zum 3. Januar im Zentrum für Schwerbrandverletzte in Nürnberg aufgenommen. Dort können Patienten mit schwersten Brandverletzungen adäquat behandelt werden.
Laut den Verantwortlichen sei es keine Frage gewesen, Hilfe für die Schweizer Brandopfer anzubieten. "Wir sind vorbereitet und können noch weitere Patienten aufnehmen und dazu beitragen, möglichst viele von ihnen optimal zu versorgen", so Univ.-Prof. Dr. Jens Kubitz von der Klinik für Anästhesiologie und operative Intensivmedizin.
Bei Großschadenereignissen wie denen in der Schweiz sei das Zentrum für Schwerbrandverletzte aufgrund der personellen und technischen Ausstattung eine "wichtige Anlaufstelle", auch wenn es um internationale Hilfe gehe, wie der Universitätsprofessor festhält. "Wir haben dementsprechend weitere Kapazitäten zur Unterstützung angeboten. So konnten wir im aktuellen Fall das Brandopfer aus der Schweiz dank dieser interdisziplinären Zusammenarbeit direkt nach der Aufnahme ausreichend operativ versorgen", so Kubitz.
"Interdisziplinär aufgestellt": Nürnberger Zentrum zählt zu größten und modernsten Deutschlands
Das fränkische Zentrum für Schwerbrandverletzte sei eines von drei spezialisierten Zentren für schwere Brandverletzungen in Bayern, wie Dr. med. univ. Moritz Billner, Leitender Oberarzt der Klinik für Plastische, Wiederherstellende und Handchirurgie, erklärt. Mit acht Betten und einem eigenen Operationssaal zähle die Nürnberger Einrichtung zudem zu den Größten und Modernsten in ganz Deutschland.
Geleitet wird das Zentrum von Chefarzt Univ.-Prof. Dr. med. Dr. h. c. Denis Ehrl in enger Zusammenarbeit mit Univ.-Prof. Dr. Jens Kubitz von der Klinik für Anästhesiologie und operative Intensivmedizin sowie Dr. Karl Bodenschatz von der Klinik für Kinder- und Jugendchirurgie und Kinderurologie.