Er meldete am Weihnachtsabend zahlreiche schwere Verkehrsunfälle im Nürnberger Land, die es gar nicht gab: Polizei und Rettungsdienst rückten mehrfach vergeblich aus. Für den Anrufer wird es jetzt teuer.
Ein 56-jähriger Röthenbacher brachte grundlos zahlreiche ehrenamtliche Einsatzkräfte um deren Weihnachtsabend im Kreise ihrer Familien. Das berichtet das Polizeipräsidium Mittelfranken. Gleich an mehreren Örtlichkeiten in Röthenbach an der Pegnitz und in Schwaig bei Nürnberg meldete er schwere Verkehrsunfälle mit eingeklemmten Personen.
Neben mehreren Polizeistreifen und Fahrzeugen des Rettungsdienstes rückten auch die Feuerwachen der Stadt Röthenbach und der Gemeinde Schwaig nahezu komplett aus. Da an den genannten Örtlichkeiten keine Verkehrsunfälle vorgefunden werden konnten und auch die Absuche der Nahbereiche ergebnislos verlief, wurde der Mitteiler von den Beamten aufgesucht.
Dieser befand sich in seiner warmen Wohnung und frönte offenbar dem Alkoholkonsum. Einen Grund für die Anrufe konnte der Mann nicht nennen. Ein Strafverfahren wegen Missbrauchs von Notrufen wurde eingeleitet, auch die angefallenen Einsatzkosten für Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienste muss der Mann nun tragen.
Er sollte nicht nur die angefallenen Einsatzkosten tragen müssen, sondern auch einen mehrfachen Feiertagszuschlag aufgebrummt bekommen.
Auch noch ganz abgesehen von zu leistenden Sozialstunden während seiner gewohnten "Ruhezeiten" in der warmen Wohnung.