Wegen des Verdachts der Mitgliedschaft in einer linksextremistischen Gruppierung hat die Polizei in Nürnberg mehrere Wohnungen durchsucht. Fünf Männer und eine Frau stehen im Fokus der Ermittler.
Fünf Männer und eine Frau im Alter zwischen 22 und 34 Jahren sollen sich spätestens im März 2022 einer im Großraum Nürnberg bestehenden "kriminellen Vereinigung militanter Linksextremisten" angeschlossen haben. Wegen des Verdachts dieser Mitgliedschaft hat die Polizei am Mittwoch (10. Oktober 2023) mehrere Wohnungen durchsucht. Das teilten die Generalstaatsanwaltschaft München und das Polizeipräsidium Mittelfranken mit.
Vor allem im Großraum Nürnberg sollen sie als Teil der linksextremistischen Gruppierung an öffentlichen Gebäuden und Zügen Parolen als Graffiti angebracht haben.
"Rufen zur Tötung und Verletzung" auf - Nürnberger Wohnungen von mutmaßlichen Linksextremisten durchsucht
"In den geschmierten Parolen rufen sie zur Tötung und Verletzung von Rechtsextremisten auf und verherrlichen die Antifa", teilten die Behörden mit. Auch hätten die Beschuldigten Sympathie mit anderweitig Verfolgten bekundet und Kronzeugen sowie in Strafverfahren ermittelnde Polizeibeamte bedroht und verunglimpft. Die Graffiti sollen etwa am Nürnberger Hauptbahnhof sowie an der Bahnstrecke zwischen Nürnberg und Bamberg angebracht worden sein.
Bei den zeitgleich erfolgten Durchsuchungen sind den Angaben zufolge Mobiltelefone, Datenträger und Unterlagen sichergestellt worden, die nun ausgewertet werden. Festnahmen habe es keine gegeben, sagte ein Sprecher. Weitere Nachrichten aus Nürnberg und Umgebung findest du in unserem Lokalressort.