"Schwarzfahrer" verletzt Polizisten (21) am Nürnberger Hauptbahnhof

1 Min

Ein junger Polizist, der gerade nicht im Dienst ist, wird von einem Zugbegleiter um Hilfe gebeten. Wenig später kommen seine Handschellen zum Einsatz.

Am Sonntagabend (26. April 2026) leistete ein 42-jähriger Mann am Nürnberger Hauptbahnhof Widerstand gegen eine Polizeimaßnahme und verletzte einen Beamten. Die Bundespolizei ermittelt jetzt wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte.

Gegen 21 Uhr saß ein 21-jähriger Polizist der bayerischen Landespolizei in einem Regionalexpress am Gleis 16. Er hatte zwar Uniform an, war aber nicht im Dienst. Ein Zugbegleiter bat ihn um Hilfe.

"Auffälliger" Schwarzfahrer am Nürnberger Hauptbahnhof: 21-jähriger Polizist verletzt

Ein Fahrgast wirkte betrunken, verhielt sich auffällig und weigerte sich, seinen Fahrschein zu zeigen. Das Zugpersonal sprach schließlich einen Fahrtausschluss aus. Erst nachdem der Polizist den Mann leicht schob, verließ er den Zug.

Auf dem Bahnsteig forderte der Beamte ihn dreimal auf, den Bahnhof zu verlassen. Als der Mann nicht reagierte, packte ihn der Polizist am Oberarm, um ihn hinauszuführen.

Der Störenfried versuchte sich loszureißen und stemmte sich gegen die Maßnahme. Der Polizist brachte ihn daraufhin zu Boden und legte ihm Handschellen an. Dabei zog sich der Beamte Schwellungen und leichte Schürfwunden an beiden Knien zu. Bis eine Streife der Bundespolizei eintraf, halfen zwei Bundeswehrsoldaten dabei, den Mann am Boden zu sichern.

Auseinandersetzung am Nürnberger Hauptbahnhof: 42-Jähriger polizeibekannnt

Anschließend brachten die Bundespolizisten den 42-Jährigen auf die Dienststelle. Er ist bereits wegen eines Drogendelikts polizeibekannt. Nun kommt das Verfahren wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte hinzu.

Vorschaubild: © #230226/colourbox.de