Nürnberg: "Große Herausforderung" nach Bombenentschärfung gemeistert
Autor: Alexander Milesevic, Erik Jasper, Isabel Schaffner, Anton Knorr
Nürnberg, Freitag, 23. Oktober 2026
Nach der Entschärfung der Fliegerbombe in Nürnberg war der Einsatz noch lange nicht vorbei. Die Rückführung der evakuierten Altenheimbewohner stand den ehrenamtlichen Hilfskräften noch bevor.
Update vom 23.10.2026: Bombenentschärfung forderte Nürnberger Hilfskräfte – "Mehr als elf Stunden im Einsatz"
Nach der Entschärfung der amerikanischen Fliegerbombe, die am Donnerstag (22. Oktober 2026) in Nürnberg gefunden wurde, konnten die zuvor evakuierten Bewohner eines Pflegeheims am Abend in ihre Einrichtung zurückgebracht werden. Das teilt Sohrab Taheri-Sohi, Pressesprecher der Sanitätseinsatzleitung, gegenüber inFranken.de mit. Aus der Sicht der Hilfskräfte sei die "große Herausforderung" des Rücktransports der rund 100 Senioren erfolgreich verlaufen.
Er habe gegen 18.32 Uhr begonnen und sei um 21.30 Uhr abgeschlossen gewesen. Entscheidend für die erfolgreiche Rückführung sei die vorausschauende Planung gewesen. Bereits zu Beginn des Einsatzes sei ein Großaufgebot an Kräften aus Mittelfranken angefordert worden, die bei den über 176 Transporten von Anwohnern und Bewohnern des Seniorenheims unterstützten. Dafür waren 41 Krankentransportwagen und zehn Rollstuhl- oder Patiententransportwagen im Einsatz.
Insgesamt befanden sich laut Taheri-Sohi 230 Einsatzkräfte der Hilfsorganisationen und rund 97 Einsatzfahrzeuge "mehr als elf Stunden im Einsatz". Davon waren 41 Krankentransportwagen und zehn Rollstuhl- oder Patiententransportwagen. Demnach gestaltete sich der Tag der Entschärfung "lang und intensiv" für alle beteiligten Helfer, so der Sprecher der Sanitätsleitung. Dieser betont außerdem, dass alle Kräfte der Hilfsorganisationen ehrenamtlich im Dienst waren. "Ihr Engagement, die hervorragende Zusammenarbeit und die hohe Einsatzbereitschaft haben maßgeblich zum erfolgreichen Verlauf dieses Großeinsatzes beigetragen", lobt er.
Update vom 22.10.2026, 19 Uhr: Bombe in Nürnberg entschärft – Altenheimbewohner müssen zurückgebracht werden
Die auf einem Areal zwischen der Trierer Straße und der Schnorrstraße gegen 9.30 Uhr entdeckte amerikanische Fliegerbombe ist entschärft, informiert die Stadt Nürnberg. "Sprengmeister Sebastian Kraatz und seine Kollegen Claudio Linschun und Fabian Höll haben den Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg nach 62 Minuten Arbeit um 18.32 Uhr unschädlich gemacht", heißt es in einer Pressemitteilung.
Der Sprengkörper mit einem Gewicht von 225 Kilogramm befand sich an der Oberfläche einer Baustelle. Alle von der Evakuierung betroffenen Menschen können jetzt in ihre Wohnungen zurückkehren. Die Helfer stehen hierbei jedoch vor einer großen logistischen Aufgabe, da rund 100 Bewohner eines Altenheims teils liegend zurückgebracht werden müssen.
Im öffentlichen Nahverkehr waren die Buslinien E5 und 68 eingeschränkt. Beide Linien fahren laut Stadt nun wieder nach ihrem normalen Fahrplan. Auch die Straßensperren sowie die Sperrung des Luftraums werden aufgehoben. Mehr als 500 Kräfte waren vor Ort im Einsatz. Dazu gehörten die Berufsfeuerwehr der Stadt Nürnberg, die DB-Werksfeuerwehr, die Polizei, das Technische Hilfswerk und die VAG Verkehrsaktiengesellschaft.
Update vom 22.10.2026, 17.47 Uhr: Nürnberg: Bombenfund stellt Helfer vor Probleme - Entschärfung steht bevor
Die Evakuierung des Explosionsradius der am Donnerstag im Nürnberger Süden gefundenen Fliegerbombe ist abgeschlossen. Wie die Stadt mitteilt, kann die Entschärfung der Bombe nun beginnen.