Nürnberg: Bombe entschärft – weitere Herausforderung steht bevor
Autor: Alexander Milesevic, Erik Jasper, Isabel Schaffner
Nürnberg, Donnerstag, 22. Oktober 2026
Die in Nürnberg gefundene Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg ist entschärft. Doch der Einsatz ist noch lange nicht vorbei.
Update vom 22.10.2026, 19 Uhr: Bombe in Nürnberg entschärft – Altenheimbewohner müssen zurückgebracht werden
Die auf einem Areal zwischen der Trierer Straße und der Schnorrstraße gegen 9.30 Uhr entdeckte amerikanische Fliegerbombe ist entschärft, informiert die Stadt Nürnberg. "Sprengmeister Sebastian Kraatz und seine Kollegen Claudio Linschun und Fabian Höll haben den Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg nach 62 Minuten Arbeit um 18.32 Uhr unschädlich gemacht", heißt es in einer Pressemitteilung.
Der Sprengkörper mit einem Gewicht von 225 Kilogramm befand sich an der Oberfläche einer Baustelle. Alle von der Evakuierung betroffenen Menschen können jetzt in ihre Wohnungen zurückkehren. Die Helfer stehen hierbei jedoch vor einer großen logistischen Aufgabe, da rund 100 Bewohner eines Altenheims teils liegend zurückgebracht werden müssen.
Im öffentlichen Nahverkehr waren die Buslinien E5 und 68 eingeschränkt. Beide Linien fahren laut Stadt nun wieder nach ihrem normalen Fahrplan. Auch die Straßensperren sowie die Sperrung des Luftraums werden aufgehoben. Mehr als 500 Kräfte waren vor Ort im Einsatz. Dazu gehörten die Berufsfeuerwehr der Stadt Nürnberg, die DB-Werksfeuerwehr, die Polizei, das Technische Hilfswerk und die VAG Verkehrsaktiengesellschaft.
Update vom 22.10.2026, 17.47 Uhr: Nürnberg: Bombenfund stellt Helfer vor Probleme - Entschärfung steht bevor
Die Evakuierung des Explosionsradius der am Donnerstag im Nürnberger Süden gefundenen Fliegerbombe ist abgeschlossen. Wie die Stadt mitteilt, kann die Entschärfung der Bombe nun beginnen.
Die 225 Kilogramm schwere Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg war gegen 9.30 Uhr auf einem Areal zwischen der Trierer Straße und der Schnorrstraße entdeckt worden. Bei der Räumung hatte speziell die Evakuierung eines Seniorenheims viel Zeit in Anspruch genommen.
Evakuierung in Nürnberg abgeschlossen
Nach Angaben der Stadt Nürnberg mussten rund 100 Anwohner aus dem westlichen Teil der Rangierbahnhofsiedlung, etwa der Hälfte der Kettelersiedlung sowie Teilen von Falkenheim und der Bauernfeindsiedlung sowie rund 100 Bewohner des Altenheims das Gebiet verlassen. Von der Evakuierung betroffen ist auch die Grundschule Bauernfeindstraße, deren Schüler zunächst in die Neptunschule gebracht und dort von ihren Eltern abgeholt werden konnten.
Knapp 200 evakuierte Personen befinden sich derzeit in der Betreuungsstelle in der Messehalle 12 – für den Transport der Betroffenen ins Messezentrum waren drei Busse der VAG Verkehrs-Aktiengesellschaft im Einsatz. Der Luftraum wurde gesperrt. Laut der Stadt können die Sprengmeister Sebastian Kraatz, Claudio Linschun und Fabian Höll demnächst mit der Entschärfung beginnen.