Nürnberg: 70 Kilo Weltkriegsbombe auf Südfriedhof erfolgreich entschärft
Autor: Nadine Wüste
Nürnberg, Montag, 04. Mai 2026
Auf dem Südfriedhof in Nürnberg ist eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt worden. Am selben Abend konnte der Blindgänger binnen 40 Minuten entschärft werden.
Am Montag (4. Mai 2026) ist auf dem Südfriedhof in Nürnberg eine etwa 70 Kilogramm schwere Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden worden. Die Bombe wurde entdeckt, als im östlichen Bereich nahe der Trierer Straße ein neues Grabfundament ausgehoben wurde, wie die Stadt Nürnberg informiert.
Update vom Montag, 4. Mai 2026, 20.25 Uhr: Blindgänger erfolgreich entschärft
Die Fliegerbombe ist entschärft. Das teilt die Stadt Nürnberg am Montagabend mit. Die beiden Sprengmeister Michael Weiß und Sebastian Kraatz vom Kampfmittelräumdienst benötigten rund 40 Minuten, um den Zündkopf des etwa 70 Kilogramm schweren US-amerikanischen Blindgängers zu demontieren.
Rund 300 Menschen mussten vorher ihre Wohnungen und Häuser verlassen. Sie alle können nun zurückkehren. Die Straßenbahn-Linie 5 sowie die Bus-Linie 68 fahren so schnell wie möglich wieder nach dem gewohnten Fahrplan. Auch die Sperrungen der Straßen, des angrenzenden Rangierbahnhofs und des Luftraums wurden aufgehoben.
Eine Gasleitung nahe der Fundstelle wurde wieder in Betrieb genommen.
Update vom Montag, 4. Mai 2026, 18.40 Uhr: Fliegerbombe soll gegen 19 Uhr entschärft werden
Gegen 19 Uhr soll die Fliegerbombe entschärft werden. Wie Thomas Schertel, Direktionsdienst der Stadt Nürnberg, gegenüber News5 erläutert, soll es sich laut Sprengmeister um eine relativ unkompliziert Entschärfung handeln.
In einem 350-Meter-Radius wird die Umgebung evakuiert. Wer in der Zeit der Entschärfung Betreuung benötigt, kann in die Georg-Holzbauer-Schule, in die Saarbrückener Straße kommen.
"Die VAG richtet auch eine Buslinie ein im Bereich Germersheimer Straße/Worzeldorfer Straße zur Saarbrückener Straße, sodass man dort dann auch entsprechend zusteigen kann. Also in dem betroffenen Bereich sind rund 300 Personen gemeldet, das heißt, wir gehen davon aus, dass wir so circa 10 Prozent dann wirklich auch zu betreuen haben. Das wären dann ungefähr 30 Personen", so Schertel weiter.