Nach Tod von Kremlkritiker - Nawalny-Gedenkort in Nürnberg geplündert

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In Gedenken
An einer Gedenkstätte gegenüber der russischen Botschaft in London haben Passanten Blumen, Kerzen, und Karten für den Kremlkritier Alexej Nawalny niedergelegt.
In Gedenken
Vuk Valcic/ZUMA/dpa

Nach dem Tod des Kremlkritikers Alexej Nawalny ist auch in Nürnberg ein Gedenkort entstanden. Nun aber stahlen Unbekannte dort Kerzen, Blumen, Foto-Plakate und eine Friedensfahne.

Die Polizei hofft nun auf Hinweise aus der Bevölkerung: In Nürnberg haben Unbekannte Symbole zur Erinnerung an den gestorbenen Kremlkritiker Alexej Nawalny entwendet.

Zuvor hatten Menschen nach dem Tod Nawalnys an einem Platz in der Innenstadt Bilder des Verstorbenen, Plakate und eine Anti-Kriegs-Flagge niedergelegt, wie ein Sprecher der Polizei am Dienstag (20. Februar 2024) mitteilte. In der Nacht von Sonntag auf Montag seien diese entwendet worden. Das Staatsschutzkommissariat ermittelt wegen Diebstahls. Der materielle Schaden beträgt demnach rund 100 Euro.

Alexej Nawalny ist in einem Straflager in der sibirischen Arktisregion Jamal ums Leben gekommen. Der durch wiederholte Einzelhaft geschwächte Politiker soll am Freitag bei einem Rundgang auf dem eisigen Gefängnishof zusammengebrochen und trotz Wiederbelebungsversuchen gestorben sein. Nawalny war zum Zeitpunkt des Todes 47 Jahre alt. Nawalnys Team wirft dem russischen Machtapparat Mord vor.